Der am 28. Dezember herausgefahrene vierte Rang im Slalom von Semmering war für Katharina Liensberger das bis dahin beste Resultat in diesem Winter. Darauf hätte die 28-Jährige in den bevorstehenden Rennen in Kranjska Gora gerne aufgebaut. Zweifelsohne wäre sie dann vor allem im Slalom die grosse Hoffnungsträgerin im österreichischen Team für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina im Februar gewesen.
Jetzt kommt es allerdings schlagartig anders. Im Riesenslalom-Training am Freitag in St. Michael stürzte Liensberger heftig. Per Helikopter wurde sie in die Klinik nach Innsbruck transportiert, wo bei genauen Untersuchungen eine Fraktur des Schienbeinkopfs sowie ein Meniskus- und Innenbandriss im rechten Knie festgestellt wurden. Wie Ski Austria am Freitagnachmittag informiert hat, soll Liensberger noch am Freitag operiert werden.
Der Ski-Winter 2025/26 dürfte für sie damit vorzeitig gelaufen sein und womit sie sich auch bis 2030 zu einer möglichen dritten Olympia-Teilnahme gedulden muss. Vor vier Jahren gewann Liensberger im Slalom Silber und mit dem Team die Goldmedaille. Schon 2018 hatte sie sich im Team-Parallelrennen die Silbermedaille umhängen lassen.