Mit einer überlegenen Bestzeit im zweiten Lauf arbeitete sich Fabian Gratz noch vom 29. auf den fünften Platz vor - und holte am Ende 24 Plätze auf. Der 28-Jährige konnte damit das mit Abstand beste Resultat seiner Weltcup-Karriere bejubeln. Sein bisheriges Top-Resultat war ein zwölfter Rang in der vergangenen Woche in Val d'Isere gewesen. Ihm gelang zugleich die beste deutsche Platzierung in einem Riesenslalom seit vier Jahren, als Alexander Schmid, diesmal 22., ebenfalls auf der Gran Risa Rang fünf belegt hatte.
"Ich muss das erst mal analysieren, damit ich weiß, was da so gut war", sagte der Gratz nach dem Rennen seines Lebens mit einem Lächeln im ZDF. Das Podest verfehlte Gratz letztlich nur um 0,26 Sekunden.
Besonderer Sieg für Schwarz
An die Fabelzeit von Gratz im zweiten Lauf kam am Ende nicht mal der zuletzt lange verletzte Sieger Marco Schwarz heran. Der Österreicher gewann knapp vor Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien/+0,18 Sekunden) und seinem Teamkollegen Stefan Brennsteiner (+0,22) - von zunächst 2,53 Sekunden Vorsprung auf Gratz blieben dem Kombi-Weltmeister von 2021 am Ende nur noch 0,48 Sekunden.
Schwarz gewann erstmals seit seinem Ende 2023 erlittenen Kreuzbandriss wieder ein Rennen. Der Kärntner hatte im ersten Lauf seine Startnummer eins optimal ausgenutzt - und feierte letztlich einen Start-Ziel-Sieg. "Es ist schon etwas Besonderes", strahlte Schwarz im ORF. "Es war eine irrsinnig schwierige Zeit. Ich muss allen danken, die mitgeholfen haben. Es hat sich jede einzelne Minute an Arbeit ausgezahlt", so der 30-Jährige.
Vorgeschichte mit Odermatt
Gratz wiederum war im Finale mit Wut im Bauch an den Start gegangen. "Jetzt erst recht", habe er sich gedacht, nachdem er als 29. die Qualifikation für das Finale gerade noch so geschafft hatte. Am Ende war er dann sogar schneller als Dominator Marco Odermatt aus der Schweiz, den er zuletzt in einem Schülerrennen besiegt hatte. "Wahnsinn", sagte Gratz, dass ihm das nun gelungen sei, "die letzten Jahre war das undenkbar."
Gratz und Schmid sind bereits für die Olympischen Spiele im Februar qualifiziert - im Gegensatz zu zwei Teamkollegen. Anton Grammel und Jonas Stockinger verpassten den zweiten Lauf, ihnen bleiben damit noch zwei Riesenslaloms, um sich für Olympia zu qualifizieren. Bislang haben sie eine von zwei geforderten Platzierungen unter den ersten 15 vorzuweisen.
Das Ergebnis im Überblick