Auf Sieger Atle Lie McGrath fehlten Linus Straßer beim Weltcup-Slalom in Alta Badia 1,33 Sekunden. Der Norweger triumphierte in Südtirol vor Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich und Weltmeister Loic Meillard aus der Schweiz.
Straßers Teamkollege Sebastian Holzmann wurde 24. und holte erstmals seit seinem im vergangenen Winter erlittenen Kreuzbandriss wieder Weltcup-Punkte. Anton Tremmel und Alexander Schmid verpassten das Finale.
Erst ein Top-10-Platz in dieser Saison
Er sei oben zwar "ganz gut reingekommen", sagte Straßer nach dem ersten Durchgang in der ARD. Bei einigen Schwüngen sei er dann aber "ein bisschen weit geworden", erklärte der 33-Jährige. Das sei auf dieser Piste "tödlich".
Im zweiten Lauf gelang es dem WM-Dritten der Vorsaison nicht mehr, sich noch groß nach vorn zu arbeiten. Er winkte kurz ins Publikum und verließ mit leichtem Kopfschütteln den Zielraum. Für einen Slalom sei der Hang nicht gerade geeignet, gab Straßer zu verstehen. "Bei allem Respekt, aber unten runter, das war Hochgeschwindigkeits-Arschwackeln." Und das, stellte er achselzuckend fest, "ist einfach nicht so meins, leider".
Straßer hatte im Sommer einen Materialwechsel vorgenommen und sucht seither noch nach der richtigen Abstimmung. Lediglich beim Slalom in Gurgl in Österreich im November schaffte es der Münchner als Achter in die Top 10. Um bei den Olympischen Winterspielen in Italien im Februar um die vorderen Plätze mitfahren zu können, wird er sich steigern müssen.
"Auch wenn es von außen nicht so aussieht, ich bin vorwärtsgekommen mit meinem Material", meinte Straßer nicht ganz unzufrieden. Noch fehle ihm aber das "Selbstverständnis", bedeutet: "Die letzten Prozente, dass ich immer voll ans Limit gehe, gehen mir noch ab."
Holzmann macht sich ein Weihnachtsgeschenk
"Super happy" zeigte sich Holzmann. "Ich habe mir ein Weihnachtsgeschenk gemacht", sagte der Allgäuer. Sein Fokus liege nun auf den Rennen im Januar, ergänzte der WM-Fünfte von 2023. "Ich habe noch nicht so viele Skitage wie die anderen", deswegen: "Guter Auftakt, nehme ich mit. Es ist ein harter Weg zurück."
Nach dem Jahreswechsel geht es für die Slalomfahrer im Weltcup Schlag auf Schlag. Angefangen mit dem Rennen in Madonna di Campiglio am 7. Januar. Danach folgen Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming.
Das Ergebnis im Überblick