Auf der Oreiller-Killy-Piste war Kira Weidle-Winkelmann als erste Fahrerin an den Start gegangen. Die 29-Jährige ließ trotz einiger Korrekturen die Skier gut laufen, grobe Fehler blieben aus. Die Unsicherheit, was die erste Richtmarke (1,41,80) anbelangt, sollte bei der Speedspezialistin schnell in Zuversicht umschwingen.
Hütter bleibt stetig auf Zug
Die Hoffnungen Weidle-Winkelmanns auf einen Platz im Vorderfeld wuchsen spätestens als Lindsey Vonn die Ziellinie überquert hatte - hinter ihr. Die US-Amerikanerin war zwar zwischenzeitlich als Schnellste unterwegs, musste dann aber zu oft von der Ideallinie abweichen und zu weite Wege fahren. Platz 2, neun Hundertstel hinter der Deutschen, stand für Vonn letztlich zu Buche. Dann kam Cornelia Hütter, die mit Startnummer 9 die beste Linie erwischen sollte, stetig auf Zug blieb. Mit 26 Hundertstel Vorsprung vor Weidle-Winkelmann raste die Österreicherin durch das Ziel und übernahm Platz 1.
Aicher und Goggia zu fehlerhaft
Es folgten weitere Mitfavoritinnen, unter anderem Emma Aicher. Die junge deutsche Allrounderin konnte aber wie schon im Training nicht ihre beste Performance auf die Strecke bringen. Die 20-Jährige streute vereinzelt Unsicherheiten ein, fuhr phasenweise zu aufrecht und konnte mit deutlichem Rückstand (+1,23 Sekunden) diesmal nicht ganz vorne eingreifen. Mit Platz 10 sammelte Aicher aber erneut wertvolle Weltcup-Punkte und liegt in der Disziplinwertung hinter Vonn auf dem zweiten Rang.
Hütters Bestzeit schien dann aber zu fallen, als Sofia Goggia die Piste hinunterraste und loslegte wie die Feuerwehr. Durch einen Innenskifehler allerdings verlor die im Training so dominante Italienerin viel an Boden und büßte alle Siegchancen ein.
Vorne blieb die Spitze eingefroren. Cornelia Hütter freut sich über ihren ersten Saisonsieg, Weidle-Winkelmann setzte nach Aichers Sieg in St. Moritz nun in den französischen Alpen das nächste Ausrufezeichen.
Das Ergebnis im Überblick