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McGrath gewährt emotionale Einblicke und erzählt vom grössten Tiefpunkt seines Lebens

kicker

"Das hat mich viel Kraft gekostet. Dort zu stehen und zu wissen, dass ich eine Chance hatte. Zu scheitern, wie ich es in dieser Saison immer wieder getan habe, und es dann endlich zu schaffen, ist unglaublich", sagte McGrath nach dem Rennen. Für den Vizeweltmeister von Saalbach war dieser Sieg eine Befreiung - auch im Hinblick auf seine schwierige Vergangenheit.

Der Weg dorthin war nämlich alles andere als einfach. Bei den Weltmeisterschaften 2023 in Courchevel erlitt McGrath im Super-G einen schweren Rückschlag, als er sich einen Kreuzbandriss zuzog. Im Podcast Alpine Pulse erinnerte er sich an die schicksalhafte Verletzung: "Der schlimmste Fall ist eingetreten. Weil alles so schnell war, weiss ich gar nicht mehr, wie es passiert ist. Ich kann mich aber daran erinnern, wie ich mit etwa 100 km/h in dieses Netz gekracht bin. Ich spürte sofort, dass etwas nicht stimmt."

Diese Verletzung war nicht die erste in seiner Karriere, aber für McGrath dennoch eine besonders schmerzhafte Erfahrung. "Das war einer der grössten Rückschläge meiner Karriere. Dazusitzen und zu wissen: 'Ja, ich bin am Ende.' Das war wahrscheinlich der Tiefpunkt meines Lebens", schilderte er eindrücklich. Die monatelange Rehabilitation stellte sowohl körperlich als auch mental eine enorme Belastung dar: "In dieser Zeit war ich allein. Physisch habe ich gekämpft, aber auch mental war es sehr, sehr hart."

Die ersten Monate nach der Verletzung verbrachte McGrath damit, die Weltcuprennen seiner Kollegen von zu Hause aus zu verfolgen. "Ich habe die Rennen verfolgt und gesehen, wie meine Teamkollegen Henrik Kristoffersen und Lucas Braathen Titel gewinnen", erklärte er. "Vielleicht hätte ich sie nicht selbst gewonnen, aber ich konnte die Momente nicht mit ihnen teilen. Und genau dieses Gefühl hat an mir genagt. Ich habe für viele Monate damit gekämpft." Doch McGrath liess sich nicht unterkriegen. Neun Monate nach seiner Verletzung kehrte er auf die grosse Bühne zurück. Seinen ersten Sieg nach dem Comeback feierte er im Januar 2025 in Wengen.

Inzwischen gehört McGrath wieder zur Weltspitze. Neben seinem Triumph in Alta Badia erreichte der Skandinavier in dieser Saison zwei weitere Podestplätze. Sowohl im Slalom von Gurgl als auch im Riesentorlauf von Sölden belegte er den dritten Platz. Wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen, die vom 6. bis zum 22. Februar 2026 stattfinden, präsentiert sich McGrath in Bestform.