Sieben Weltcupsiege konnte Marco Schwarz vor dem 27. Dezember feiern, triumphierte im Slalom, Riesenslalom, der Kombination und bei einem City-Event. Einen Super-G konnte er vor dem Rennen in Livigno allerdings nie gewinnen, auch wenn sich vor seiner Verletzung im Dezember 2023 bereits gezeigt hat, wie gut er im Speed sein kann.
Nun war er auch erstmals in einem Super-G schneller als Namensvetter Marco Odermatt. Die beiden Ausnahmekönner haben auch nach dem Rennen miteinander gesprochen: "Odi meinte, ich solle die Slalom-Ski nun in die Ecke stellen", sagte Schwarz, der bereits in Gröden merkte, dass er das Gefühl im Speed wieder zurück hat, gegenüber dem SRF nach dem Rennen.
Der Sieg hat für ihn einen sehr hohen Stellenwert. Einerseits sicherlich, da es sein erster Super-G-Sieg war, andererseits wohl auch, weil er so einen neuerlichen Schweizer Dreifachsieg verhindern konnte. "Es ist schon cool, den Schweizern ein bisschen Paroli zu bieten". Dennoch seien die Schweizer weiterhin das Mass aller Dings und für die Österreicher gilt nun, dagegenzuhalten.
Dass der 30-Jährige in Zukunft auf den Slalom verzichten wird, ist eher unwahrscheinlich. Er wolle zwar darüber nachdenken, möchte es aber lieber nicht tun. Womöglich hat Schwarz auch den Gesamtweltcup im Hinterkopf, obwohl dieser in dieser Saison kaum noch zu erreichen ist. 404 Punkte beträgt der Rückstand auf Odermatt, dessen Leistungen von Schwarz als "sehr beeindruckend" eingestuft werden.