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Nach schweren Stürzen: Lehmann sieht dringenden Handlungsbedarf

kicker

Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin sind die jüngsten Opfer schwerer Stürze im Ski-Zirkus. Die gravierenden Verletzungen, die sich die beiden zugezogen haben, verstärkten die Debatte um mehr Sicherheit im Skisport erneut. FIS-CEO Urs Lehmann äusserte sich gegenüber 20 Minuten ebenfalls zu den anhaltenden Sicherheitsbedenken und sieht deutlichen Handlungsbedarf: "Wenn die Athleten mit über 100 km/h irgendwo hinunterfahren, ist das ein Risiko. Durch das, was jetzt passiert ist, ist klar, dass Risiko nicht nur eines der Fokus-Themen sein "kann". Es muss DER grosse Fokus sein."

Um die Sicherheitsrisiken zu reduzieren, hat die FIS laut Lehmann ein sogenanntes Säulenprogramm ins Leben gerufen. Ein zentraler Bestandteil dieses Programms ist die Einführung einheitlicher Regeln - auch ausserhalb der Rennen. Lehmann nennt dazu ein konkretes Beispiel: "Heute ist zum Beispiel der Airbag im Rennen obligatorisch. Wenn aber in Südamerika trainiert wird, ist der Airbag nicht verpflichtend. Dort müssen alle einverstanden sein, dass der Airbag zur absoluten Grundausstattung gehört. Das ist ein Kulturwandel, den wir möglichst schnell bei allen implementieren möchten."

Auch innerhalb der FIS sieht Lehmann Verbesserungsbedarf. Die Umsetzung neuer Vorschriften dauere aktuell zu lange: "Wir machen Vorschläge, welche Vorschriften genau gelten sollen. Dann muss das aber durch alle Komitees, bis es abgesegnet ist." Dieser Prozess sei aus seiner Sicht zu langwierig: "Ich fragte unseren Generalsekretär, wie lange so etwas dauert. Er sagte mir: bis zu zwei Jahre. Da muss ich sagen: Das kann es nicht sein."