Straßer ließ enttäuscht den Kopf hängen, nachdem er auf der Piste Canalone Miramonti ins Ziel gekommen war. Die Olympia-Saison bleibt zäh für den 33-Jährigen. Lediglich beim Slalom im österreichischen Gurgl im November schaffte er es als Achter die Top Ten. Bis zu den Winterspielen in Italien im Februar stehen noch vier weitere Slaloms an - in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming. Für Straßer, der im Sommer einen Materialwechsel vollzogen hat, dürften es entscheidende Wochen auf seiner Formsuche werden.
Er sei weiter zuversichtlich, sagte der WM-Dritte der Vorsaison dem BR: "Es ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg. Die Richtung stimmt. Da muss man einfach geduldig bleiben und an den Prozess glauben - dann kommt es."
Dicker Patzer am Steilhang
Der erste Durchgang im italienischen Madonna di Campiglio war extrem eng. Straßer hatte als Siebter nur 0,18 Sekunden Rückstand auf die Podestplätze. Die besten 19 Fahrer lagen insgesamt gerade mal eine Sekunde auseinander.
Das Ergebnis im Überblick
Im Finale hatten aber viele Athleten mit der anspruchsvollen Kurssetzung ihre Probleme - auch Straßer, der am Steilhang patzte und so noch um sieben Ränge zurückfiel. Es seien "viele gute Passagen" dabei gewesen, meinte der fünffache Weltcupsieger. Der eine große Fehler im zweiten Lauf habe aber "richtig weh getan", so Straßer, "vor allem, wenn du merkst, dass du eigentlich mit den Zuschauern reden kannst, wenn du so langsam an ihnen vorbeifährst".