Fehlercode: %{errorCode}

Odermatt siegt vor von Allmen - Erste Diagnose bei Möller

kicker

Auf der Saslong hatte die Rennleitung wegen fest sitzender Nebelbänke die anfängliche Gleitstrecke gestrichen und das Starthäuschen dementsprechend ein Stück weiter unten aufgebaut. Ein verspäteter Start und schlechte Sicht, danach noch eine längere Unterbrechung zerrte an den Nerven der Fahrer, von denen Franjo von Allmen mit Startnummer 6 als Erster der Favoriten auf die Strecke ging. Der amtierende Weltmeister fuhr kompakt und risikofreudig und unterstrich mit Topspeed und Bestzeit seine Siegambitionen.

Paris unterstreicht gute Form

Die Führung hielt zunächst, gewaltig zittern musste der Schweizer dann, als sich der zuletzt gut aufgelegte Dominik Paris als 13. den Hang hinunterstürzte. Der 36-jährige Italiener blies mit Selbstbewusstsein und Erfahrung zur Attacke. Nachdem er zweimal ziemlich weit abgetragen wurde, machte er mit starker Durchfahrt der Ciaslat wieder Boden gut - am Ende fehlten vier Hundertstel auf die Spitze.

Umwegen zum Trotz: Odermatt fährt zur Bestzeit

Von Allmens Blick richtete sich dann sofort wieder nach oben, denn nach Paris war direkt Marco Odermatt an der Reihe. Der Gesamtweltcup-Sieger raste gleich zu Topspeed, der ihn trotz kleinerer Probleme und ein paar Umwegen zur Zwischenbestzeit trug. Und hinten raus spielte der 28-jährige Allrounder dann seine technischen Fähigkeiten aus. Knapp wurde es trotzdem, auf der Anzeigetafel leuchtete aber für "Odi" in 1:24.48 Minuten wie so oft die "1" - mit 15 Hundertsteln Vorsprung.

Dabei blieb es, nur Nils Allegre näherte sich in der Folge dem Spitzentrio noch gefährlich nahe an, ausgerechnet im Zielhang verlor der Franzose entscheidendes Terrain und verpasste das Podest als Vierter hauchdünn (+0.23 Sekunden). Landsmann Nils Alphand (Startnummer 47!) stand mit Zwischenbestzeiten kurzzeitig vor einer Sensation, am Ende reichte es zu einem starken fünften Platz (+0.27).

Von den deutschen Startern war Romed Baumann bei dem zwischenzeitlich durch einziehende Nebelbänke länger unterbrochenen Rennen der Schnellste (+0.98) auf Rang 19, lag nur wenige Hundertstel hinter Platz 11. Luis Vogt wurde seinem Comeback nach einer Schulterverletzung 21., Simon Jocher verpasste als 41. die Punkte-Ränge - ebenso wie Felix Rösle als 50. (+1.85) und Maximilian Schwarz auf dem 59. Platz (+3.05).

Möller verliert zwei Zähne und muss weiter untersucht werden

Überschattet wurde der Wettbewerb durch einen Sturz des Norwegers Fredrik Möller, der aus mehreren Metern Höhe auf die harte Piste knallte und von einem Helikopter in ein Krankenhaus geflogen werden musste.

Wie der norwegische Verband am Abend mitteilte, hat Möller beim Sturz Prellungen erlitten und zwei Zähne verloren. Er werde nun engmaschig vom Krankenhaus und dem medizinischen Team des Verbandes betreut, um weitere Verletzungen nach so einen schweren Sturz auszuschließen.

Das Ergebnis im Überblick