"Ich habe heute wirklich alles gegeben", sagte eine ausgelaugte, aber sehr glückliche Camille Rast in einem ersten Statement beim SRF. Die Startnummer 1 sei sehr speziell gewesen und im zweiten Lauf habe sie einfach versucht, nochmals so viel Gas wie nur möglich geben zu können. "Es war definitiv nicht einfach, gab es doch ein paar kleine Löcher, die ich gar nicht gesehen hatte." Es sei letztlich knapp geworden, "aber ich bin natürlich sehr zufrieden."
Das schlimme Feuer in Crans-Montana habe auch sie emotional sehr getroffen, weswegen sie in Kranjska Gora vor allem auch für die Opfer fahren will. "Ich hoffe, ich konnte heute zumindest ein kleines Lächeln in ihre Gesichter zaubern", so Rast.
Es bedeute ihr extrem viel, dass sie in die Fussstapfen von Lara Gut-Behrami treten und zur nächsten Schweizer Riesenslalom-Siegerin avancieren konnte. "Lara ist eine derart grosse Skifahrerin, die alles gewonnen hat. Ich hoffe sehr, dass sie schon bald wieder auf den Schnee zurückkehren kann, denn es wäre ein Traum, eines Tages zusammen mit ihr auf dem Podest stehen zu können." Bislang ist jedoch noch unklar, ob Gut-Behrami nach ihrem Kreuzbandriss nochmals in den Weltcup zurückkehren wird oder nicht.