Die Abfahrt von Gröden begann als wahres Geduldsspiel. Nebel und Neuschnee führten dazu, dass der Start des Rennens gleich dreimal verschoben werden musste. Schliesslich konnte das Rennen um 13.00 Uhr gestartet werden. Auch während des Rennens sorgte der Nebel immer wieder für Unterbrechungen.
Mit der Startnummer zwei ging Niels Hintermann als erster Schweizer ins Rennen. Der 30-Jährige zeigte eine solide Fahrt und landete schlussendlich in den Top-20. Das erste Ausrufezeichen im Rennen setzte Franjo von Allmen. Der Boltiger kam mit den schwierigen Bedingungen hervorragend zurecht und fuhr mit kompromissloser Linie an die Spitze.
Die Bestzeit des amtierenden Abfahrtsweltmeisters hielt bis zum zweitletzten Fahrer der Topgruppe, Marco Odermatt. Der 28-jährige Überflieger war einmal mehr nicht zu schlagen. Der vierfache Gesamtweltcupsieger zeigte eine noch etwas schnellere Fahrt und setzte sich mit 15 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Franjo von Allmen an die Spitze und sorgte damit für einen Schweizer Doppelsieg. Odermatt und von Allmen hielten sich lange mit dem Jubel zurück. Die Rennen in Gröden sind dafür bekannt, dass aufgrund der traditionell besseren Lichtverhältnisse im Laufe des Tages auch Fahrer mit hohen Startnummern noch eine Top-Platzierung erreichen können. Doch diesmal kam kein grosser Wetterumschwung, weshalb am Resultat ganz vorne nichts mehr geändert wurde. So gewinnt Odermatt auch die dritte Abfahrt in dieser Saison. Das Podest wurde von Dominik Paris komplettiert.
Österreicher gehören zu den Geschlagenen
Nicht ganz auf Touren kamen heute die Österreicher. Das ÖSV-Speedteam, das hervorragend in die neue Speedsaison gestartet ist, konnte auf der Saslong nicht an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen. Stefan Babinsky war auf Rang acht der beste Österreicher. Bereits im morgigen Super-G oder am Samstag in der Abfahrt können die Athleten von Rot-Weiss-Rot das heutige eher mau ausgefallene Resultat wieder vergessen machen.