Traum-Wochenende für Camille Rast im slowenischen Kranjska Gora: Die Schweizerin gewann nach dem Riesenslalom am Vortag auch den Slalom am Sonntag - und beendete die beeindruckende Siegesserie von Mikaela Shiffrin. Der US-Skistar hatte bislang alle fünf Tänze durch den Stangenwald in diesem Weltcup-Winter gewonnen, lag trotz starkem zweiten Lauf am Ende aber 14 Hundertstelsekunden hinter der Tagesbesten.
Rasts eidgenössische Teamkollegin Wendy Holdener komplettierte mit respektablem Abstand auf das Führungs-Duo (+1,83 Sekunden) am Podkoren das Podest.
Rast fuhr erneut mit schwarzem Trauerflor am Arm - wie schon bei ihrem Sieg im Riesenslalom am Samstag. Diesen hatte die 26-Jährige den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana und deren Angehörigen gewidmet.
Verbesserte Aicher vergibt kleine Podestchance
Aus deutscher Sicht lief der Sonntag besser als der Samstag. Emma Aicher wurde nach Rang sechs im ersten Durchgang letztlich Achte, Lena Dürr kletterte nach durchwachsenem Lauf am Morgen immerhin noch auf den elften Platz. Jessica Hilzinger erreichte das Finale nicht.
Dürr zeigte einen beherzten zweiten Auftritt und machte fünf Plätze gut. "Deutlich aktiver" sei sie da gefahren, sagte die 34-Jährige im ZDF. Vom ersten Tor an habe sie sich sicherer gefühlt und daher auch mehr zugetraut. "Es war nicht alles perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung", meinte die WM-Dritte von 2023. Im Riesenslalom war sie als 18. einzige DSV-Athletin mit Final-Wertung gewesen.
Speedrennen in Zauchensee
Für die alpinen Frauen geht es am 10. und 11. Januar mit zwei Speedrennen im österreichischen Zauchensee weiter (erst Abfahrt, dann Super-G). Für die Technikerinnen wird es am 13. mit dem Flutlich-Slalom benachbarten Flachau dann wieder interessant.
Die Männer steigen ins neue Jahr am 7. mit einem Slalom im italienischen Madonna di Campiglio ein. Danach folgt der Riesenslalom-Klassiker in Adelboden (Schweiz) - der erste Vorbote der Januar-Klassiker. Wengen und Kitzbühel folgen danach.
Der Slalom im Ticker