Vincent Kriechmayr hat den Wetterkapriolen getrotzt und den vorzeitig beendeten Super-G von Beaver Creek gewonnen. Der frühere Weltmeister aus Österreich siegte bei extrem schwierigen und wechselhaften Bedingungen im US-Bundesstaat Colorado vor dem Norweger Fredrik Möller. Dritter wurde Kriechmayrs Teamkollege Raphael Haaser.
"Natürlich freue ich mich über meine Leistung. Es passt, aber anders wäre es mir lieber gewesen. Es hat natürlich einen faden Beigeschmack, ich glaube, es war nur bis zur Startnummer 14 richtig fair", sagte Kriechmayr im ORF.
Das Rennen wurde mehrfach unterbrochen und nach 31 von 68 Startern nicht mehr fortgesetzt, sodass das deutsche Trio Simon Jocher, Romed Baumann und Maximilian Schwarz gar nicht erst zum Einsatz kam.
„Das nimmt einem die Chance, wieder Fuß zu fassen.“ (Simon Jocher)
"Es war natürlich extrem bitter und schade, dass sie das Rennen abgebrochen und durchgedrückt haben, dass die Wertung zählt. Das nimmt einem die Chance, wieder Fuß zu fassen", sagte Simon Jocher: "Aber hilft alles nix, man muss weiter schauen und beim nächsten Mal attackieren."
Nebel, Wind und Schneefall
Wegen Nebels war der Start um eine halbe Stunde verschoben worden. Später kamen auch noch starker Wind und Schneefall dazu. Die Bedingungen wechselten immer wieder, was einen fairen Wettbewerb auf der legendären Piste Birds of Prey kaum möglich machte. Nachdem der Schweizer Loic Meillard als 31. Fahrer auf die Strecke gegangen war, brach die Jury ab.
Die Abfahrt am Donnerstag hatte der Schweizer Topstar Marco Odermatt gewonnen (bereits der dritte Saisonsieg), der diesmal Fünfter wurde. Für Sonntag ist in Beaver Creek noch ein Riesenslalom geplant.