Obwohl dieses Rennen bereits seit längerer Zeit nur alle zwei Jahre - früher gar nur alle vier Jahre - stattfindet, kann Swiss-Ski bereits auf elf Siege zurückblicken. Dies macht die Hälfte aller Podestplätze aus, die die Schweiz auf der Piste im Bundesland Salzburg ergattern konnte. In der mittlerweile 46-jährigen Geschichte der Rennen gab es übrigens auch zwei Herrenrennen, die aus Schweizer Sicht ganz erfolgreich vonstatten gingen.
Lara Gut-Behrami - 3 Siege, 1x Zweite, 1x Dritte
Die Tessinerin darf bei Altenmarkt-Zauchensee, wie bei so vielen anderen Rennen, von einer ausgezeichneten Beziehung sprechen. 2011 gewann sie mit dem Super-G ihr erstes Zauchensee-Rennen, damals vor Lindsey Vonn, die in diesem Jahr zu den grossen Favoritinnen zählt. 2016 wurde die 34-Jährige dann nur von der Amerikanerin geschlagen.
Anschliessend musste die zurzeit verletzte Gut-Behrami sechs Jahre warten, ehe sie wieder jubeln durfte. 2022 gewann sie auch die Abfahrt, 2024 lief es ihr dann noch besser. Im ersten Super-G wurde sie hinter Cornelia Hütter und Kajsa Vickhoff Lie Dritte, zwei Tage später entschied sie den zweiten Super-G dann für sich.
Corinne Suter - 1 Sieg, 1x Zweite
In Österreich dürfte die Olympiasiegerin von 2022 wohl ihr Comeback feiern. Dies wohl auch mit relativ grossen Hoffnungen, denn die Piste in Altenmarkt-Zauchensee hat die 31-Jährige im Griff. 2020 verwies sie die Italienerin Nicol Delago in der Abfahrt auf den zweiten Platz, 2022 musste sie sich einzig Federica Brignone geschlagen geben - dann allerdings im Super-G.
Michelle Gisin - 1x Dritte
Die Engelbergerin werden wir nach ihrem schweren Sturz im Training von St. Moritz in dieser Saison nicht mehr sehen. Einmal ist sie in der Vergangenheit auf dem Podest in Zauchensee gestanden, es war 2020 beim Sieg von Corinne Suter. Mit 0.98 Sekunden Rückstand verwies sie damals Sofia Goggia nur gerade um drei Hundertstel auf den vierten Rang.
Wendy Holdener - 1x Zweite
Altenmarkt-Zauchensee ist bekannt für Speed-Rennen, weshalb der Name Wendy Holdener hier eher überraschend auftaucht. Die Schwyzerin bekam ihre Podest-Chance allerdings im Jahr 2020 und nutzte diese. Bei der Alpinen Kombination musste sie sich einzig Federica Brignone geschlagen geben, mit Marta Bassino folgte dahinter eine weitere Italienerin.
Dominique Gisin - 1 Sieg, 1x Zweite, 1x Dritte
Die Schwester von Michelle Gisin war regelrecht eine Zauchensee-Spezialistin. 2009 konnte sie gemeinsam mit Anja Pärsson feiern. 17 Hundertstel legten Gisin und die Schwedin zwischen sich und Lindsey Vonn auf dem dritten Rang. Bereits 2007 durfte Gisin ein erstes Mal jubeln, als sie in der Abfahrt Zweite wurde. 2011 gab es mit dem dritten Rang beim Sieg von Gut-Behrami ihren dritten Podestplatz auf dieser Piste.
Didier Cuche - 1 Sieg
Eigentlich hätte es hier einen grossen Sprung zu den nächsten Podestfahrerinnen gegeben, doch 2002 fanden sowohl Frauen- als auch Männerrennen statt. Im Super-G zeigte Didier Cuche dabei, wie wohl er sich in Österreich jeweils gefühlt hat, und konnte das Rennen vor Fritz Strobl und Alessandro Fattori für sich entscheiden.
Ambrosi Hoffmann - 1x Zweiter
Beim Sieg von Cuche konnte Ambrosi Hoffmann sein Können als Zehnter nicht komplett zeigen, dies hat er aber bereits am Vortag getan. In der Abfahrt verhinderte der Bündner einen österreichischen Dreifachsieg, musste sich einzig von Stephan Eberharter geschlagen geben. Cuche wurde am Tag vor seinem Triumph damals 13.
Rey Bellet, Walliser und vor allem Schneider machten Zauchensee früh schweizerisch
Seit 1980 finden in Zauchensee Weltcuprennen statt, es waren allerdings nicht immer nur Speed-Rennen. So konnte Vreni Schneider zweimal den Slalom für sich entscheiden, auch die Kombination konnte sie einmal gewinnen. 1988 machte Maria Walliser mit ihrem Abfahrtssieg das Schweizer Triple-Wochenende perfekt, Corinne Rey Bellet sorgte 2000 für einen weiteren Schweizer Abfahrtssieg.