Die Athletin, die 2021/22 den Gesamtweltcup gewann, stürzte am 20. Januar 2024 bei einem Heimrennen in Jasna schwer. Dabei erlitt sie einen Innen- und Kreuzbandriss, was sie zu einer längeren Pause zwang. Ein Jahr später folgte eine zweite Operation aufgrund anhaltender Knieprobleme, wodurch sich ihre Rückkehr auf die Piste weiter verzögerte.
Während dieser Zeit zog sich Vlhova aus dem Rampenlicht zurück, und es drangen nur spärliche Informationen über ihren Zustand an die Öffentlichkeit. Wenn sie sich äusserte, gewährte sie jedoch tiefere Einblicke in ihr Innenleben. Sie sprach nicht nur über ihre gesundheitlichen Herausforderungen, sondern auch über private Veränderungen wie die Trennung von ihrem langjährigen Partner Michal und ihren inneren Kampf, den sie in dieser schwierigen Phase durchlebte.
Im Oktober 2025 erreichte Vlhova nach einem langen Genesungsprozess nach eigenen Angaben einen "unglaublichen Meilenstein", als sie am Stilfser Joch wieder auf den Schnee zurückkehrte. Danach wurde es erneut ruhig um die 30-Jährige, bis sie sich nun in einem Interview mit dem slowakischen Nachrichtenportal Zenskyweb äusserte. "Mir geht es derzeit sehr gut. Ich arbeite jeden Tag hart daran, dass mein Körper gesund ist und bereit für Leistungen im Spitzensport", erklärte sie.
Traum von Olympia-Teilnahme lebt
Hinsichtlich eines genauen Zeitpunkts für ihre Rückkehr in den Weltcup bleibt die Athletin jedoch zurückhaltend. "Vom Training bis zum Wettkampf auf höchstem Niveau ist es leider ein langer Weg", betonte sie. "Jeden Tag versuchen wir mit meinem Team, das Maximum herauszuholen. Wir gehen Schritt für Schritt, steigern die Belastung und ich bin dankbar für die Fortschritte, die wir erzielen."
Die Frage nach einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) beantwortete sie vorsichtig optimistisch: "Natürlich wäre es die Erfüllung unserer Träume, bei den Olympischen Spielen zu starten und mein Land zu vertreten …"
Lange Verletzungspause hatte auch positive Aspekte
Trotz der schwierigen Zeiten zieht Petra Vlhova auch positive Lehren aus ihrer Verletzung und der darauffolgenden Pause. "Alles Schlechte ist zu etwas gut. Hätte ich mich nicht verletzt, wäre ich heute nicht die, die ich bin." Sie betonte, dass sie durch die Zwangspause mehr Zeit für sich selbst und Aktivitäten gehabt habe, die im normalen Sportalltag keinen Raum finden. "Ich habe viel über mich gelernt und glaube, dass ich das auch in meinem Leben nutzen werde."
Die Rückkehr von Petra Vlhova in den Weltcup bleibt ein Prozess, der Geduld und harte Arbeit erfordert. Doch die Olympiasiegerin zeigt sich entschlossen, Schritt für Schritt wieder die Spitze zu erreichen.