Fehlercode: %{errorCode}

Weltcupsieg mit 41: Paukenschlag von Lindsey Vonn in St. Moritz

kicker

Sieben Jahre, acht Monate und 28 Tage nach ihrem 82. Weltcupsieg im März 2018 im schwedischen Are hat Lindsey Vonn wieder zugeschlagen! Die US-Amerikanerin setzte in der ersten Abfahrt der Saison mit fast einer Sekunde Vorsprung ein gewaltiges Statement.

"Es ist unfassbar", sagte Felix Neureuther als TV-Experte der ARD. Die 41-Jährige sei "eine Göttin", rief er voller Begeisterung. Vonn selbst erklärte beim ORF: "Ich war überrascht, mit so einem Vorsprung ins Ziel zu kommen." Das Donnerstagtraining habe ihr ein bisschen an Energie gekostet. "Ich dachte dann, ich habe zu viele Fehler gemacht, aber die Geschwindigkeit war da, die Sprünge waren so weit."

Älteste Siegerin im Weltcup

Vonn hatte vorigen Winter ihr viel beachtetes Comeback gegeben. Die Olympiasiegerin von 2010 fährt mittlerweile mit einer Teilprothese im Knie. Vor den Rennen in St. Moritz hatte sie bereits angekündigt, in starker Form zu sein. Seit Sommer gehört der frühere norwegische Top-Skirennfahrer Aksel Lund Svindal zu ihrem Trainerstab.

Mit ihrem 83. Weltcupsieg übernahm Vonn den Rekord für die älteste Weltcupsiegerin von Federica Brignone, die im Frühjahr im Alter von 34 Jahren letztmals ein Rennen gewann. Das große Ziel der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin Vonn in der letzten Saison ihrer Karriere ist eine weitere Medaille bei den Olympischen Spielen, die im Februar in Italien stattfinden.

Österreicherin Egger überrascht

Das Podest komplettierten zwei Österreicherinnen: Die 24-jährige Magdalena Egger (+0,98 Sekunden) überraschte in ihrer erst siebten Weltcup-Abfahrt als Zweite, Mirjam Puchner (+1,16 Sekunden) wurde Dritte.

Im Rennen lag Vonn mit Startnummer 16 nach den ersten 40 Fahrsekunden sechs Zehntel hinter Puchner, nichts deutete da auf den letztlich gewaltigen Vorsprung hin. Doch im steilen, kurvigen Mittelteil nahm Vonn der aktuellen Vizeweltmeisterin mehr als eineinhalb Sekunden ab, da waren zwei im Schlussstück verlorene Zehntel locker zu verkraften.

Aicher und Weidle-Winkelmann stark

Auch die DSV-Athletinnen verkauften sich teuer. Emma Aicher verpasste als Fünfte (+1,41) das Podest knapp. Kira Weidle-Winkelmann überzeugte als Achte (+1,58) - zeitgleich mit Laura Pirovano, Italiens Speedhoffnung in diesem Winter. In Federica Brignone fehlte die vermeintliche Top-Favoritin. Landsfrau Sofia Goggia (+1,31) wurde Vierte. Fabiana Dorigo schaffte es nicht in die Punkte.

Beste Schweizerin in Abwesenheit der verletzten Top-Athletinnen Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Michelle Gisin war Malorie Blanc (+1,96) auf Rang 13.

Das Ergebnis im Überblick