Der letzte Tag 2025 lief nicht nach dem Geschmack von Johannes Hösflot Kläbo, beim neuen Massenstart-Format belegt er nur Rang 12 und zeigte sich im Anschluss genervt. Am 1. Januar 2026 hatte er den Ärger aber schon längst wieder runtergespült und dominierte die Konkurrenz beim Verfolger nach Belieben.
Der 29-Jährige feierte in Toblach im Klassik-Verfolgungsrennen über 20 km einen Start-Ziel-Sieg, lief bei seinem 103. Weltcup-Erfolg über die komplette Distanz weit vor dem Feld. Und machte so einen Riesenschritt zum historischen fünften Gesamtsieg bei der Tour de Ski. Der Gesamtführende war mit 45 Sekunden Vorsprung gestartet, machte daraus zwischenzeitlich über eine Minute und lag schließlich 51,1 Sekunden vor seinem Landsmann Mattis Stenshagen. Dritter wurde der Schwede Edvin Anger (+59,8).
Brugger verliert nur 36 Sekunden
Als bester Deutscher kam Janosch Brugger auf Platz 25 (+2:51,9 Minuten) und verlor dabei nur 36 Sekunden auf Kläbo. Friedrich Moch, vor zwei Jahren noch Gesamtzweiter der Tour de Ski, kam auf Platz 55. Am Samstag und Sonntag stehen zum Abschluss der Tour de Ski auf den Olympia-Loipen in Val di Fiemme ein Sprint und der finale Massenstart zur Alpe Cermis an. Kläbo dürfte dabei kaum abzufangen sein.
Als erster Langläufer könnte der Rekordweltmeister die Tour de Ski zum fünften Mal gewinnen, bislang teilt er sich die Bestmarke mit dem Schweizer Dario Cologna.
Diggins steht vor ihrem dritten Triumph - Fink stark
Bei den Frauen dominierte die US-Amerikanerin Diggins, die in Toblach beim Klassik-Verfolgungsrennen ebenfalls einen Start-Ziel-Sieg mit Riesenvorsprung feierte und vor ihrem dritten Tour-Erfolg nach 2021 und 2024 steht. Stark präsentierte sich die Deutsche Pia Fink , die ein mutiges Rennen zeigte und im klirrend kalten Südtiroler Norden von Platz 18 auf zwölf nach vorne lief. "Ich bin wirklich voll zufrieden. Normalerweise tue ich mich im Klassikstil etwas schwer", sagte Fink im ZDF.
Die 30-Jährige lag 2:54,6 Minuten hinter Diggins zurück, die ein einsames Rennen lief und aus 54 Sekunden Vorsprung beim Start satte 1:35,2 Minuten auf die zweitplatzierte Schwedin Moa Ilar machte. Katherine Sauerbrey als 20. und Helen Hoffmann als 21. überzeugten aus deutscher Sicht ebenfalls. Sprintspezialistin Coletta Rydzek, bis Silvester auf dem Gesamtpodest, kämpfte sich tapfer durch, war aber wie erwartet chancenlos und wurde von Platz sieben auf 42 durchgereicht.
Unterdessen schrumpfte das deutsche Tour-Team weiter: Nachdem an Silvester schon Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler leicht angeschlagen ausgestiegen war, traten am Donnerstag Anian Sossau-Daubermann und Theresa Fürstenberg im Hinblick auf die weitere Wettkampfplanung nicht an.
Das Verfolgungsrennen der Männer im Ticker
Das Verfolgungsrennen der Frauen im Ticker