Auch beim zweiten Wettkampf der Vierschanzentournee durften die beiden DSV-Springer Felix Hoffmann und Philipp Raimund auf einen Podestplatz hoffen, verpassten Rang 3 aber knapp, zeigten aber dennoch mit Rang 6 und 7 eine starke Vorstellung.
Erneut kein Vorbeikommen war an Oberstdorf-Gewinner Domen Prevc, der schon im ersten Durchgang mit 143,0 Metern den Grundstein legte. Der Slowene flog im zweiten Durchgang dann auf 141,0 Meter, distanzierte damit wie in Oberstdorf die Konkurrenz und baute damit auch seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Prevc siegte vor Jan Hörl und Stephan Embacher (beide Österreich) und darf nun sogar auf den Vierfach-Triumph hoffen. Dieses Kunststück ist in der Tournee-Geschichte bislang nur Sven Hannawald (2001/02), dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi aus Japan (2018/19) gelungen. Mit 619,8 Punkten liegt Prevc zur Tournee-Halbzeit bereits klar vor Hörl (584,8).
Der 28 Jahre alte Hoffmann ist in der Gesamtwertung nach den beiden deutschen Stationen ordentlich im Rennen, der Thüringer ist nun Vierter. Doch Prevc hat sich schon deutlich abgesetzt. Umgerechnet liegt der Slowene vor den Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) über 25 Meter vor Hoffmann und knapp 30 Meter vor Raimund.
"Ich bin sehr zufrieden mit meinen beiden Vorfliegern. Es war nicht optimal, aber sehr gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Dritter DSV-Adler im zweiten Durchgang war Pius Paschke, der letztlich auf Rang 21 landete.
Wellinger und Geiger ohne Punkte
Andreas Wellinger und Karl Geiger verpassten den Sprung in den zweiten Durchgang. Wellinger als 32. und Geiger als 33. verloren ihre K.o.-Duelle und holten wie schon beim Tournee-Start im Allgäu keine Weltcup-Punkte.
Der Slowene Timi Zajc wurde wie in Oberstdorf wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Er wird nun für die beiden Wettbewerbe in Innsbruck und Bischofshofen gesperrt.
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