Wann findet die Vierschanzentournee statt?
Am 28. Dezember beginnt die 74. Ausgabe der Vierschanzentournee, ehe am 6. Januar 2026 das Finale steigt.
Vierschanzentournee: Der Zeitplan
Sonntag, 28. Dezember: Qualifikation in Oberstdorf (16.30 Uhr, ARD/Eurosport)Montag, 29. Dezember: 1. Tourneespringen in Oberstdorf (16.30 Uhr, ARD/Eurosport) - Domen Prevc (Slowenien)
Mittwoch, 31. Dezember: Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen (16 Uhr, ZDF/Eurosport)Donnerstag, 1. Januar: 2. Tourneespringen in Garmisch-Partenkirchen (14 Uhr, ZDF/Eurosport) - Domen Prevc (Slowenien)
Samstag, 3. Januar: Qualifikation in Innsbruck (14.30 Uhr, ZDF/Eurosport)Sonntag, 4. Januar: 3. Tourneespringen in Innsbruck (13.30 Uhr, ZDF/Eurosport)
Montag, 5. Januar: Qualifikation in Bischofshofen (16.30 Uhr, ARD/Eurosport)Dienstag, 6. Januar: 4. Tourneespringen in Bischofshofen (16.30 Uhr, ARD/Eurosport)
Vierschanzentournee: Modus und Qualifikation
Das über den Jahreswechsel stattfindende Skisprung-Event besteht aus vier Einzelwettbewerben, welche allesamt in die Wertung des Gesamtweltcups einfließen. Vor jedem Springen qualifizieren sich 50 Athleten für den Wettkampf, welcher in allen vier Fällen im K.-o.-System ausgetragen wird. Das bedeutet, dass die Skispringer in Paare aufgeteilt werden und in Eins-gegen-eins-Duellen antreten. Der Letzte gegen den Ersten, der Vorletzte gegen den Zweiten und so weiter. Im Finale sind schließlich noch 30 Springer übrig, die sich aus den 25 Siegern der einzelnen Duelle und den fünf punktbesten Verlierern (Lucky Loser) zusammensetzen. Dort springen dann alle Athleten nacheinander, beginnend mit dem 30. des ersten Durchgangs.
Am Ende jedes Wettkampfs gibt es einen Tagessieger. Der Springer mit den meisten Punkten aus allen vier Springen gewinnt die Vierschanzentournee und darf die Trophäe, den goldenen Adler, für ein knappes Jahr behalten.
Auf welchen Schanzen wird gesprungen?
Auf insgesamt vier Schanzen, zuerst in Deutschland und dann in Österreich, wird der Sieger des bei Fans stets beliebten Wettbewerbs gesucht.
Wie jedes Jahr macht die Skisprung-Elite zuerst Halt im bayrischen Oberstdorf an der Schattenbergschanze, wo am 28. Dezember die Qualifikation stattfindet. Einen Tag später steht das erste Wettkampfspringen an. Ein solches besteht aus dem 1. Durchgang und dem anschließenden 2. Durchgang oder auch einfach Finale.
Nach einem Tag Pause geht es weiter nach Garmisch-Partenkirchen, wo das Neujahrsspringen auf der Großen Olympiaschanze steigt. Während Training und Qualifikation an Silvester über die Bühne gehen, findet das eigentliche Einzelspringen am 1. Januar 2026 statt.
Den Sportlern bleibt in der Folge nicht viel Zeit zum Ausruhen, denn bereits am 3. Januar ist die Quali auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck angesetzt, bevor am vierten Tag des neuen Jahres zum dritten Mal ein Einzelwettkampfsieger ermittelt wird.
Vom 5. bis 6. Januar heißt es nochmal alle verfügbaren Kräfte abzurufen, dann findet nämlich das große Finale der Vierschanzentournee auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen statt. Nach dem 2. Durchgang wird der Gesamtsieger im Rahmen einer Siegerehrung gekürt.
Wer überträgt die Vierschanzentournee?
Die Vierschanzentournee wird live im Free-TV bei der ARD und im ZDF übertragen. Die Springen in Oberstdorf und Bischofshofen sind in der ARD, die Wettkämpfe in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck im ZDF zu sehen. Zudem könnt ihr alle Springen auch im kostenlosen Livestream in den jeweiligen Mediatheken sehen. Parallel zeigt auch Eurosport alle vier Springen inklusive der Qualifikationen live und in voller Länge.
Wer sind die Favoriten auf den Gesamtsieg?
Als Top-Favorit geht Domen Prevc in das Turnier, der slowenische Skispringer konnte bisher schon einige Springen gewinnen und führt aktuell in herausragender Form die Weltcup-Gesamtwertung mit einem großen Abstand an. Dahinter lauert der Vierschanzentournee-Spezialist Ryoyu Kobayashi, der diesen Winter wieder einmal sehr gut performt. Philipp Raimund hält die deutschen Titel-Hoffnungen hoch, er überzeugt vor allem mit einem starken Absprung und belegt den vierten Rang in der Gesamtwertung. Sollte ihm tatsächlich der Coup eines Tourneesiegs gelingen, wäre er der erste deutsche Springer seit Sven Hannawald 2002, der die Vierschanzentournee gewinnt.