Der Koalitionsvertrag las sich für Mitglieder der Games-Branche schon erfreulich, Dorothee Bärs Worte beim Sommerfest des game e.V. klangen vielversprechend. Nun sind erstmals Zahlen erschienen, die nahelegen, dass es die neue Bundesregierung mit ihren Versprechen an die deutsche Videospiel-Landschaft ernst meinen könnte.
Das Bundeskabinett hat am Dienstag den Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil für den Bundeshaushalt 2025 und die Rahmenwerte bis 2029 beschlossen. Im geplanten Etat des neu strukturierten Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt sind 88 Millionen Euro für die Games-Förderung 2025 enthalten.
In den Jahren ab 2026 soll dieses Budget sogar auf 125 Millionen Euro erhöht werden. Damit würde die Bundesregierung bei tatsächlicher Verabschiedung die Forderungen des Branchen-Verbands game e.V. erfüllen. Die in den vergangenen Monaten stark begrenzte Games-Förderung könnte wieder im größeren Stil aufgenommen werden. Ganz zur Freude der Interessensvertreter.
"Notwendige Luft" für steuerliche Förderung
"Das macht Mut. Die neue Bundesregierung, allen voran Forschungs- und Games-Ministerin Dorothee Bär, lässt ihren Worten direkt Taten folgen. Nach den klaren Aussagen im Koalitionsvertrag werden mit der deutlichen Aufstockung der Games-Förderung keine 50 Tage nach Amtsantritt bereits zentrale Weichen gestellt", lobt game-Geschäftsführer Felix Falk.
"Für Wachstum" würden ihm zufolge die "bedarfsgerechten Mittel" sorgen. Sie sollen "notwendige Luft" verschaffen, "um parallel die im Koalitionsvertrag geplante ergänzende steuerliche Games-Förderung umzusetzen". Für Falk seien der Entwurf und seine Zahlen "ein wichtiges und ermutigendes Zeichen" hinsichtlich internationaler Konkurrenzfähigkeit.