Deutsch-Deutsches Endspiel möglich
Nach 2007 und 2014, als sich jeweils der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt gegenüberstanden, könnte es in der EHF Champions League erneut zu einem deutsch-deutschen Endspiel kommen. Die Füchse Berlin spielen im Halbfinale gegen den HBC Nantes, der SC Magdeburg gegen den FC Barcelona. Auch im alten Europapokal der Landesmeister gab es innerdeutsche Duelle - 1970 triumphierte der VfL Gummersbach gegen Dynamo Berlin, 1979 holte der TV Großwallstadt im Endspiel gegen den SC Empor Rostock den Cup.
So oft waren zwei deutsche Teams beim Final4
Schon sechsmal standen zwei deutsche Mannschaften unter den besten vier Mannschaften in Europa. Die Rhein-Neckar Löwen und der HSV Hamburg machten 2011 den Anfang, ein Jahr später nahmen der THW Kiel und die Füchse Berlin teil. Die Zebras waren auch bei Hamburgs Triumph 2013 sowie beim Sieg der SG Flensburg-Handewitt 2014 jeweils dabei. 2024 scheiterten Kiel und Magdeburg jeweils im Halbfinale.
Drei Klubs über Playoffs ins Final4
Nur der FC Barcelona konnte nach der Gruppenphase die erste Runde der Playoffs überspringen und hatte das direkte Ticket ins Viertelfinale gebucht. Während die Katalanen somit nur 14 Partien bestritten haben, kommen die Füchse Berlin, der HBC Nantes und der SC Magdeburg auf 16 Begegnungen im Saisonverlauf der Königsklasse.
Nur ein Welthandballer und ein ehemaliger Torschützenkönig
Lediglich Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin konnte schon die Auszeichnung als Welthandballer erreichen und der Däne wird womöglich auch die Torjägerwertung in dieser Spielzeit gewinnen - mit vier Toren Rückstand auf Szegeds Mario Sostaric geht er ins Rennen um den Goldenen Ball.
Aleix Gomez ist der einzige Spieler, der bereits Torschützenkönig der EHF Champions League wurde. Der Spanier konnte in zwölf Partien in Köln schon 82 Treffer erzielen, einen mehr als der Däne Mikkel Hansen. Mitspieler Dika Mem mit 58 Toren könnte müsste zunächst noch an Aron Palmarsson (59) und Kiril Lazarov (68) vorbeiziehen.
Die MVP in Köln
Melvyn Richardson könnte der erste Spieler werden, der seinen Titel als MVP beim Truckscout24 Final4 verteidigen könnte. Sein Teamkollege Gonzalo Perez de Vargas als MVP von 2021 wird das Turnier wegen einer Knieverletzung verpassen, auch hinter Gisli Kristjansson (2023) steht nach seiner Schulterverletzung gegen Lemgo ein dickes Fragezeichen, auch wenn SCM-Coach Bennet Wiegert "eine Chance" für einen Einsatz am Freitag einräumte.
Sieger als Spieler und Trainer
Nur fünf Menschen konnten die EHF Champions League der Männer sowohl als Spieler wie auch als Trainer gewinnen. Neben dem insgesamt achtmal erfolgreichen Antonio Carlos Ortega sind dies auch Bennet Wiegert, Talant Dujshebaev, Roberto Garcia Parrondo und Filip Jicha.
Final4-Teilnahmen
Der FC Barcelona war bei 16 Final4-Turnieren schon dreizehn Mal dabei. Im Ranking folgen der THW Kiel (9), One Veszprem HC (7), Paris St. Germain und Industria Kielce (je 6). Der SC Magdeburg und der HBC Nantes haben sich zum dritten Mal qualifiziert, für die Füchse Berlin ist es das zweite Endrundenturnier.
Rekordspieler in der Domstadt ist der Isländer Aron Palmarsson, der mit dem THW Kiel, dem FC Barcelona und One Veszprem HC auf insgesamt 19 Partien kommt. Gonzalo Poerez de Vargas wird seinen 18 Partien keine weitere hinzufügen können.
Füchse führen Prämienliste an
In der Gruppenphase gibt es pro absolvierte Partie 10.000 Euro, hinzu kommt ein Bonus von 5.000 Euro in der Gruppenphase. Eine weitere Bonuspzahlung in Höhe von 20.000 Euro erhalten die Klubs, wenn man auf einen der ersten beiden Plätze der Tabelle landet - auch weil man damit eine K.o.-Runde überspringt und sonst wichtige Einnahmen fehlen.
Denn auch in den folgenden Runden gibt es jeweils 10.000 Euro pro absolviertem Spiel. Die Erfolgsprämien sind allerdings höher, pro Punkt 6.000 Euro in den Playoffs und gar 7.000 Euro im Viertelfinale. Rechnet man die bisher gesammelten Prämien zusammen, dann kommen die Füchse Berlin auf 316.000 Euro und liegen damit knapp vor Halbfinalgegner HBC Nantes (305.000) und dem FC Barcelona (304.000). Der SC Magdeburg ist aufgrund der Ergebnisse in der Gruppenphase Schlusslicht, heimste bislang nur 290.000 Euro an Preisgeld ein.