Herr Battistel, nach der allseits gelobten und stimmungsgewaltigen Premiere von Premier Padel in diesem September fragen sich viele Padel-Fans: War das Stell-dich-ein der Weltelite in Düsseldorf - auch mit Blick auf 2026 - ein durch und durch einmaliges Ereignis?
Ja und nein! Nein - im Sinne von: Düsseldorf war nie als einmaliges Ereignis gedacht. Ganz im Gegenteil. Was wir dort erlebt haben, war ein kraftvoller erster Schritt. Ein Moment, der gezeigt hat, welches Potenzial in diesem Sport steckt und wie begeisterungsfähig die Fans in Deutschland sind. Solche Atmosphären entstehen nicht zufällig, sie bauen auf harter Arbeit, klaren Werten und der Tradition großer Sportereignisse auf.
Aber ja - im Sinne von: Für viele Beteiligte wird dieses erste Mal sicher unvergesslich bleiben. Die Premiere hatte eine ganz eigene Energie, eine besondere Spannung und eine Nähe zwischen Fans und Spielerinnen und Spielern, die man so nur einmal erlebt. Viele aus der internationalen Tour haben uns gesagt, dass sie Düsseldorf in sehr positiver Erinnerung behalten werden - einfach, weil es das "erste Kapitel" war.
Mit Blick auf 2026 arbeiten wir bereits daran, dieses Erlebnis nicht nur zu wiederholen, sondern weiterzuentwickeln - Schritt für Schritt, so wie man es im Sport immer getan hat. Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, damit Premier Padel und der Padelsport allgemein in Deutschland langfristig ein Zuhause findet. Was die Fans in Düsseldorf erlebt haben, soll nicht die Ausnahme bleiben, sondern der Maßstab - und zugleich der Ausgangspunkt für vieles mehr, das wir in Zukunft aufbauen wollen.
„Wir werden alles daransetzen, ein Event auf die Beine zu stellen, das an die starke Premiere anknüpft“ (Daniel Battistel)
Dann verraten Sie bitte, worauf sich die Padel-Community wo und wann freuen darf.
Eines ist klar: Anfang/Mitte Oktober 2026 sollten sich Padel-Fans in Deutschland - und gerne auch in ganz Europa - nichts anderes vornehmen. Der internationale Tour-Kalender wird zwar noch offiziell veröffentlicht, doch alle Signale stehen gut, dass wir auch 2026 wieder ein CUPRA Germany Premier Padel P2 ausrichten können.
Was den Austragungsort betrifft, bitte ich noch um etwas Geduld. Ob wir nach Düsseldorf zurückkehren oder in einer anderen deutschen Stadt spielen, dazu kann ich aktuell noch nichts Konkretes sagen. Wir sind der Stadt Düsseldorf und dem Team um D.SPORTS für die hervorragende Zusammenarbeit äußerst dankbar und schauen nun gemeinsam, wie sich die nächsten Schritte gestalten.
Wir überlegen bereits, wie wir das Event um zusätzliche Fan-Aktivierungen erweitern können, damit die Community noch näher an den Sport und die Spielerinnen und Spieler heranrückt. Wir werden alles daransetzen, ein Event auf die Beine zu stellen, das an die starke Premiere anknüpft - und vielleicht sogar noch einen Schritt weitergeht. Die Padel-Community darf sich also wieder auf ein echtes Highlight freuen.
Klingt fast so, als wäre Deutschland auf dem besten Weg, sich einen festen Platz im Turnierkalender zu erobern, oder?
Ja, definitiv - das ist der Wunsch der Premier Padel Tour und unser klares Ziel. Premier Padel General Manager David Serrahima hat es treffend formuliert: "Dieses Turnier war ein wichtiger Schritt für die Qatar Airways Premier Padel Tour und zeigt das enorme Potenzial von Padel in Deutschland. Wir haben großartige Spieler, einen starken Auftakt und eine Atmosphäre erlebt, die Maßstäbe setzt."
Solche Worte unterstreichen, dass Deutschland auf einem sehr guten Weg ist, sich dauerhaft im Turnierkalender zu etablieren. Gleichzeitig wissen wir aus Erfahrung: Nachhaltiger Erfolg entsteht nur gemeinsam. Wir brauchen die Unterstützung von Premier Padel und von starken Partnern, die bereit sind, den deutschen Markt aktiv mitzugestalten. Wenn wir diese Kräfte bündeln, können wir den Sport hierzulande dorthin entwickeln, wo er in Ländern wie Spanien oder Frankreich bereits heute steht.
„Die langjährigen Kontakte zu Event-Teams aus Spanien, wo Padel schon viel weiterentwickelt ist, waren ein echter Gewinn.“ (Daniel Battistel)
2025 vergingen gerade einmal 106 Tage vom Startschuss, das Turnier auszurichten, bis zum Finaltag. Was waren für das Team von mm sports padel die größten Hürden, die in so kurzer Zeit zu überwinden waren?
Die größte Herausforderung war tatsächlich die Zeit selbst. 106 Tage - das ist im internationalen Sport eine Spanne, in der es eigentlich nur noch um die operative Umsetzung des Plans geht. Wir mussten aber in kürzester Zeit all das auf die Beine stellen, was normalerweise über viele Monate wächst: Venue-Suche und Planung, Gespräche mit Partnern, Logistik, Ticketing, Kommunikation, Hotel, Transport und die ganzen sportlichen Abläufe auf Top-Niveau.
Was uns enorm geholfen hat, war unsere langjährige Erfahrung aus vielen anderen Sportarten. Viele Prozesse, viele Handgriffe, viele Abläufe funktionieren im Kern seit Jahrzehnten gleich. Und genau dieses klassische Fundament hat uns ermöglicht, auch unter Druck zuverlässig zu liefern. Unser kleines Team wusste, wie man Großveranstaltungen strukturiert, wo Prioritäten liegen und wie man in kritischen Phasen Ruhe bewahrt.
Gleichzeitig wäre es falsch zu sagen, wir hätten das allein geschafft. Das Team von Premier Padel stand uns mit seinem tiefen tourspezifischen Know-how jederzeit zur Seite. Und auch die langjährigen Kontakte zu Event-Teams aus Spanien, wo Padel schon viel weiterentwickelt ist, waren ein echter Gewinn. Sie kannten die besonderen Anforderungen der Tour im Detail und haben uns mit Rat und Tat unterstützt - ganz so, wie es im Sport seit jeher üblich ist, wenn man gemeinsam etwas Neues aufbaut.
Darüber hinaus haben wir bewusst deutsches Fachwissen eingebunden und eng mit dem Deutschen Padel Verband (DPV) sowie unserem Partner PadelCity zusammengearbeitet, die uns insbesondere bei den sportlichen Themen wertvoll unterstützt haben. Und mit D.SPORTS als lokalem Partner in Düsseldorf hatten wir ein Team an unserer Seite, das Sportveranstaltungen lebt - besser kann man eine Mannschaft kaum zusammensetzen. Unterm Strich war es die Kombination aus eigener Erfahrung, verlässlichen Partnern und echter Leidenschaft, die es ermöglicht hat, ein Event dieser Größenordnung erfolgreich umzusetzen.
Der Etat für das CUPRA Germany Premier-Padel P2 belief sich dem Vernehmen nach auf rund 1,5 Millionen Euro. Ein einkalkuliertes Draufzahlgeschäft in Jahr eins?
Über einzelne Budgetpositionen oder konkrete Summen dürfen wir grundsätzlich nicht sprechen. Aber eines kann man sagen: Im Sport war es schon immer so, dass man zu Beginn investieren muss, wenn man etwas Langfristiges aufbauen möchte. Ein neues Turnier - noch dazu auf internationalem Niveau - entsteht so kurzfristig nicht aus sich selbst heraus.
Für uns stand im ersten Jahr im Vordergrund, die richtigen Grundlagen zu legen: eine starke Veranstaltung, zufriedene Spielerinnen und Spieler, begeisterte Fans und ein professionelles Umfeld, das Vertrauen schafft. Das ist die Basis, auf der man aufbauen kann.
Natürlich bedeutet ein solcher Start auch, dass man finanziell vorleistet. Aber wir sehen das nicht als "Draufzahlgeschäft", sondern als klar geplante Investition in die Zukunft dieses Sports in Deutschland. Wenn wir wollen, dass Padel hier einmal so verwurzelt ist wie in Spanien oder Frankreich, dann müssen wir diesen Weg konsequent und mit Weitblick gehen.
Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass sich diese Investition langfristig auszahlen wird - für die Sportart, für die Standorte, für die gesamte Community und auch für unsere Gesellschafter.
Wie sieht die Resonanz bei potenziellen Sponsoren für die zweite Auflage aus?
Die Resonanz ist positiv - und das freut uns sehr. Schon beim diesjährigen Event haben wir vor Ort eine Reihe weiterführender Gespräche führen können. Viele potenzielle Partner müssen Padel zunächst selbst erleben, um das tatsächliche Potenzial zu erkennen. Und genau diesen Eindruck konnten wir 2025 vermitteln: volle Energie, starke Bilder, eine authentische Atmosphäre - all das bleibt hängen.
Gleichzeitig sind wir realistisch: Auf dem Niveau der großen, etablierten Sportarten in Deutschland sind wir noch nicht angekommen. Aber wenn man sich die Streamingzahlen, die Online-Reichweiten und die Social-Media-Präsenz anschaut, dann müssen wir uns hinter den bekannten Formaten keineswegs verstecken. Das gibt uns Rückenwind und ein gutes Gefühl für die Gespräche, die jetzt anstehen.
Wir können jetzt aus Erfahrungen aus Deutschland sprechen, haben klare Zahlen an der Hand und müssen nicht mehr "Visionen" verkaufen, wir sind jetzt da.
Wie können Unternehmen von einem Engagement profitieren?
Unternehmen können auf mehreren Ebenen profitieren. Padel ist eine dynamische, schnell wachsende Sportart - und genau das macht sie so attraktiv. Wer sich früh engagiert, sichert sich eine Position, die in etablierten Sportarten längst vergeben ist. Das ist im Sportgeschäft seit jeher ein entscheidender Vorteil: Wer früh dabei ist, prägt die Entwicklung. Ein zentraler Punkt ist dabei die Zielgruppe, die Padel anspricht. Sie ist jung, urban, trendbewusst und konsumfreudig. Eine Generation, die klassische Medien kaum noch nutzt und über traditionelle Kanäle nur schwer erreicht wird. Genau dort setzt Padel an: über starke Streaming-Reichweiten, Social Media, digitale Inhalte und eine Community, die Marken sehr bewusst wahrnimmt und sich gerne mit ihnen identifiziert. Zudem schafft ein Live-Event eine Atmosphäre, die Marken emotional verankert - Nähe, Energie, Identität.
Hinzu kommt: Padel verbindet sportliche Dynamik mit einem sehr zugänglichen Lifestyle. Diese Mischung öffnet Türen für Partnerschaften, die authentisch wirken und nicht aufgesetzt. Unternehmen können ihre Marke modern positionieren, ohne die traditionellen Werte guter Sportförderung aus den Augen zu verlieren. Kurz gesagt: Ein Engagement bei Premier Padel in Deutschland bietet Unternehmen die Chance, Teil einer Sportart zu werden, die gerade dabei ist, ihren Platz im Markt zu erobern - sichtbar, glaubwürdig und mit viel Zukunftspotenzial.
„Der DPV leistet in der Talentförderung in Deutschland seit Jahren beeindruckende Arbeit.“ (Daniel Battistel)
Würden mittel- bis langfristige Partnerschaften womöglich auch den deutschen Top-Spielerinnen und -Spielern, die sich zumindest teilweise den Angriff auf die Top-100 der Weltrangliste zum Ziel gesetzt haben, einen Schub verleihen? Übergeordnetes Stichwort: Talentförderung.
Absolut. Und bevor wir über Partnerschaften sprechen, muss man eines ganz klar sagen: Der Deutsche Padel Verband leistet in der Talentförderung in Deutschland seit Jahren beeindruckende Arbeit. Mit enormem Engagement, viel Leidenschaft und sehr klaren Strukturen wird beim DPV Tag für Tag daran gearbeitet, jungen Spielerinnen und Spielern Perspektiven zu eröffnen. Deswegen haben wir beim Germany P2 bewusst eng mit dem Verband zusammengearbeitet und konnten aus erster Hand sehen, wie wertvoll diese Arbeit ist.
Mittel- bis langfristige Partnerschaften können diesen Weg zusätzlich stärken. Wenn es gelingt, stabile wirtschaftliche Grundlagen zu schaffen, können Talente gezielter gefördert werden - durch bessere Trainingsmöglichkeiten, mehr internationale Einsätze und professionelle Betreuung. Genau das ist notwendig, damit deutsche Athletinnen und Athleten den Sprung in die Top 100 schaffen. Natürlich hilft es einer Sportart enorm, wenn nationale Stars heranwachsen. Sie geben Padel ein Gesicht, inspirieren Nachwuchs und schaffen Identifikation.
Und wir sehen auch Partner, die dieses Thema aktiv vorantreiben. CUPRA etwa, unser Titelpartner, geht mit seiner "GAMECHANGER"-Initiative bewusst in die Talentförderung. Das ist ein starkes Signal und zeigt, wie sehr Unternehmen bereit sind, in die Zukunft des Sports zu investieren.
Plaudern Sie mal aus dem Nähkästchen. Welche Aufgaben hat ein Turnierdirektor außer zahllose Hände zu schütteln und nach den Endspielen die Sieger-Trophäen zu übergeben?
Wir agieren als Gastgeber und sind uns der Verantwortung sehr bewusst. Hände schütteln und Trophäen überreichen gehören dazu, klar - aber das ist nur ein kleiner Auszug.
Ein Turnierdirektor eines Padel-Events in Deutschland sollte aber auch Kisten tragen und in einem überschaubaren Team sehr stark auch nach innen arbeiten und Teilprojekte selbst verantworten. Die meiste Relevanz hat sicherlich die enge Abstimmung mit der FIP vor Ort, dem internationalen Padel-Verband. Gemeinsam mit dem Sportlichen Direktor der FIP planen wir bereits im Vorfeld den Matchplan und besprechen vor Ort täglich die Spielansetzungen. Dabei haben wir immer auch im Hinterkopf, welche Paarungen das größte Interesse wecken und zu welchen Zeiten sie in den wichtigen Padel-Märkten am besten platziert sind.
Ein weiterer zentraler Teil ist die Kommunikation mit Premier Padel und natürlich mit den Spielerinnen und Spielern selbst. Wir möchten zu allen ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis pflegen - denn nur so kommen sie auch in Zukunft gerne zu uns zurück. Es ist wichtig, dass wir als Team agieren, jeder seine Aufgaben kennt und sich keiner selbst zu wichtig nimmt.
Mal ganz frech gefragt: Hatten Sie in der Schule manchmal einen Spickzettel?
Nicht oft genug. Ich durfte auch mal eine Ehrenrunde drehen und bin im Berufsleben nun sicherlich einsatzfreudiger, da man auch seine Passion gefunden hat. Worauf wollen Sie hinaus?
Konkret: Sie haben ja bereits, wie auch nun bei den Finals in Barcelona, die eine oder andere Veranstaltung von Premier Padel besucht. Was konnten Sie sich da abschauen?
Tatsächlich ist es so, dass ich mir in den letzten Monaten sicher sehr viel notiert habe. Die Besuche bei Premier-Padel-Veranstaltungen - ob in Barcelona oder bei anderen großen Turnieren - sind für uns unglaublich wertvoll. Dies müssen wir noch viel intensiver tun, das hat bisher die Zeit kaum zugelassen. Man sieht dort wie eingespielte Teams arbeiten, wie Abläufe traditionell gewachsen sind und wie Details umgesetzt werden, die am Ende den Unterschied machen. Wir können uns viel abschauen und müssen darauf achten dies richtig für unseren Markt zu adaptieren.
Am Ende bleibt es aber wie früher beim Spickzettel: Er ersetzt nicht die eigene Arbeit, aber er zeigt einem manchmal den Weg in die richtige Richtung. Und im Sport, gerade bei einer jungen Disziplin wie Padel, ist es klug, von den Besten zu lernen und gleichzeitig den eigenen Stil zu entwickeln.
Der Padel-Boom scheint kein Ende zu nehmen. Wie ist Ihre Wahrnehmung?
Meine Wahrnehmung ist eindeutig: Der Padel-Boom ist mehr als nur ein kurzfristiger Trend. Was wir gerade erleben, erinnert an viele Sportarten, die früher ihren großen Durchbruch hatten - bspw. Beachvolleyball in den 90ern. Immer dann, wenn ein Sport leicht zugänglich ist, Spaß macht und die Menschen sofort abholt, entsteht eine Dynamik, die sich kaum bremsen lässt.
Padel wächst auf allen Ebenen: Die Plätze werden voller, die Clubs professioneller, die Turniere größer und die mediale Aufmerksamkeit steigt kontinuierlich. Und das Entscheidende: Die Begeisterung kommt sowohl von unten als auch von oben. Die Freizeitspieler treiben den Sport nach vorne, gleichzeitig sorgt die internationale Tour dafür, dass Padel ein Gesicht bekommt und echte Vorbilder entstehen.
Man merkt, dass die Leute neugierig sind. Wer einmal gespielt hat, kommt meist wieder - und wer einmal ein Top-Match gesehen hat, versteht sofort, warum dieser Sport weltweit Fahrt aufnimmt. Für uns ist es aber entscheidend, die Sportart von einer Spielerrolle auch in eine Zuschauerrolle zu übertragen. Die Lust zu kreieren, die weltbesten Spieler LIVE zu sehen.
„Je stärker Padel wächst, desto eher werden sich auch die übergeordneten Fragen klären.“ (Daniel Battistel)
Der Breitensport floriert, immer mehr Mannschaften drängen in den Spielbetrieb. Und dennoch: Solange Deutscher Padel Verband und Deutscher Tennis Bund (noch) kein Miteinander finden oder eine klare Zuständigkeit definiert ist, ist oft von einer Art Vakuum, gar einem Bremsklotz die Rede. Ein Handicap für Sie als Veranstalter?
Ich verstehe, warum dieses Thema immer wieder aufkommt. Was wir erleben, ist eher eine Übergangsphase - und solche Phasen gibt es, wenn eine junge Disziplin ihren Platz findet. Für uns als Veranstalter ist entscheidend, dass wir mit allen relevanten Akteuren offen und konstruktiv zusammenarbeiten. Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können: ein professionelles Turnier auf die Beine zu stellen, Strukturen zu schaffen und den Sport sichtbar zu machen. Und je stärker Padel wächst, desto eher werden sich auch die übergeordneten Fragen klären.
Kurz gesagt: Wir sehen die aktuelle Situation nicht als Hindernis, sondern als Teil eines natürlichen Entwicklungsprozesses. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten am selben Ziel arbeiten - und das tun sie. Wir sind im Austausch und freuen uns auf ein gemeinsames 2026.
Wären "Die Finals", das von ARD und ZDF organisierte und mit üppiger Berichterstattung über Deutschen Meisterschaften in verschiedenen Sportarten in den Öffentlich-Rechtlichen ausgestrahlte Multisportevent, ein weiterer Türöffner für die Sportart Padel?
"Die Finals" haben ein starkes Konzept: Sie kombinieren etablierte Sportarten mit jungen Disziplinen und schaffen dadurch eine enorme gemeinsame Reichweite. Für eine Sportart wie Padel wäre das ohne Frage ein Aufschwung, denn ein gemeinsamer Auftritt sorgt für Sichtbarkeit - und Sichtbarkeit ist im Sport seit jeher einer der wichtigsten Wachstumstreiber. Aus Sicht eines internationalen Turniers wie dem Germany P2 könnten wir klar profitieren - vor allem dann, wenn deutsche Spielerinnen und Spieler dort Präsenz zeigen und wir ihnen im Anschluss bei unserem Event eine Bühne bieten können. Das würde dem Sport insgesamt guttun und der Community ein Gesicht geben.
2026 finden "Die Finals" in Hannover, im Folgejahr in Stuttgart statt - zwei attraktive Standorte, die Synergieeffekte für Germany Premier Padel ergeben könnten …
Definitiv - beide Städte sind äußerst attraktive Standorte, und grundsätzlich könnten sich hier spannende Synergien ergeben. Wie mögliche Verbindungen zu anderen Events konkret gestaltet werden könnten, bleibt abzuwarten. Wichtig wird dabei auch sein, wie sich der Deutsche Padel Verband (DPV) in den kommenden Jahren positioniert. Wir stehen hierzu in einem engen und konstruktiven Austausch und sind gespannt auf die zukünftigen Entwicklungen.