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DFB und Zalando vereinbaren Partnerschaft

kicker

Was der kicker am Mittwoch vermeldet hatte, bestätigte der DFB am Donnerstagmorgen: Die Manager in der GmbH und Co. KG des mitgliederstärksten Sportfachverbandes der Welt um Dr. Holger Blask, den Sprecher der Geschäftsführung, haben Zalando als Sponsor bis zum Jahr 2030 dazugewonnen. Die strategische Partnerschaft umfasse Marketing- und Aktivierungsrechte im Umfeld der Männer-, Frauen- und Junioren-Nationalmannschaften. Beispielsweise wird das Zalando-Logo künftig unter anderem auf den Trainingsshirts der Nationalmannschaften zu sehen sein.

Der börsennotierte deutsche Online-Versandhändler hatte 2024 einen Jahresumsatz von 10,45 Milliarden Euro vorzuweisen, gehört also zu den größeren Marktteilnehmern.

Der Deal mit dem in Berlin ansässigen Unternehmen ist ein weiterer Schritt des DFB in eine finanziell sorgenfreie Zukunft. Unter dem neuen Präsidenten Bernd Neuendorf, dessen Wiederwahl beim Bundestag an diesem Freitag in Frankfurt/Main lediglich Formsache ist, sowie Schatzmeister Stephan Grunwald gelang der wirtschaftliche Turnaround im Verband. Den nach schlechten Weltmeisterschaften der Männer 2018 und 2022, den ausgeuferten Kosten für den Neubau des DFB-Campus in Frankfurt-Niederrad und Steuerproblemen zwischenzeitlich ein strukturelles Defizit von knapp 20 Millionen Euro pro Geschäftsjahr geplagt hatte.

Dieses konnte die neue Führung im Zusammenspiel mit dem GmbH-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Alexander Wehrle deutlich reduzieren, zudem erhöhten neue Partnerschaften zuletzt den Spielraum. Der in der Öffentlichkeit heiß diskutierte Ausrüsterwechsel weg von Adidas zu Nike ab 2027 soll dem Verband bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr in die Kassen spülen, angeblich das Doppelte von dem, was aktuell für dieses Recht fließt.

Eine mittlere zweistellige Millionensumme pro Jahr steht im Raum

Auf diesem Niveau bewegt sich der Zalando-Einstieg freilich nicht, allerdings soll es sich um eine mittlere zweistellige Millionensumme pro Jahr handeln, die im Raum steht. Der Onlinehändler ist der nächste, wachsende Internetkonzern, mit dem der DFB ins Geschäft kommt, nach Google als Partner für die Frauen-Bundesliga, dem KI-gestützten digitalen Zahlungsanbieter Klarna und der Entertainment-Partnerschaft mit dem Kurzvideo-Portal Tiktok.

Letzteres sorgte allerdings aufgrund der Zugehörigkeit des sozialen Netzwerks zu der chinesischen Muttergesellschaft ByteDance auch für Kritik wegen Sicherheits- und Datenschutzbedenken sowie potenzieller politischer Einflussnahme aus dem Reich der Mitte.