Aus Barcelona berichtet Markus Löser
Ein rauschendes Fest zum Abschluss des Padel-Jahres 2025, in Agustin Tapia (ARG)/Arturo Coello (ESP/1) und Claudia Fernandez/Beatriz Gonzalez (ESP/3) verdiente und frenetisch umjubelte Sieger bei den Premier Padel Finals in Barcelona. Knapp 45.000 Zuschauer pilgerten an vier Wettkampftagen auf dem steilen Weg zum 137 Meter hochgelegenen Hausberg Montjuic in den Palau Sant Jordi, vormals Austragungsort bei den Olympischen Sommerspielen 1992 der Turner, Hand- und Volleyballer. Zeit, ein Fazit zu ziehen - mit einem speziellen Blick auf das P2-Turnier in Düsseldorf Mitte September.
Neben der Weltmeisterschaft in Kuwait, die nur alle zwei Jahre ausgetragen wird, stand die neue Rekordzahl von insgesamt 24 Großveranstaltungen im diesjährigen Wettkampf-Kalender. Für die Verantwortlichen, aber auch die Aktiven eine große Herausforderung, nicht nur aufgrund der Reisestrapazen. Neben den bestehenden Majors in Katar, Italien, Frankreich und Mexiko standen besonders in die Premieren in Miami (USA), Cancun (Mexiko), Buenos Aires (Argentinien) und Düsseldorf im Fokus.
„Was in Düsseldorf innerhalb von nur 106 Tagen auf die Beine gestellt wurde, war einfach fantastisch.“ (Luigi Carraro, FIP-Präsident)
"Frankreich weist derzeit die größten Wachstumszahlen auf", betont Luigi Carraro, Präsident des internationalen Padelverbands FIP. "Auch in Deutschland ist der Boom ungebrochen, sogar steigend. Und ich sage es sehr gerne: Was die Organisatoren in Düsseldorf innerhalb von nur 106 Tagen bis zum Finale auf die Beine gestellt haben, war einfach fantastisch. Ich war schwer beeindruckt." In die gleiche Kerbe schlägt David Sugden. "Turnierdirektor Daniel Battistel und sein Team haben einen starken und bleibenden Eindruck bei uns allen hinterlassen", freut sich der Geschäftsführer der Premier-Padel-Organisation "schon jetzt auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr."
Wo und wann genau die zweite Auflage über die Bühne gehen wird, steht final noch nicht fest. "Der Terminkalender für 2026 liegt noch nicht komplett vor, soll aber noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Ich freue mich aber schon auf Düsseldorf", lässt Carraro den Blick bereits gen rheinische Metropole schweifen. Allerdings macht der Italiener den zweiten vor dem ersten Schritt. Denn bislang gibt es noch keine offiziell bestätigte, neuerliche Nutzung des 3000 Zuschauer fassenden Castello im Südosten Düsseldorfs. Und auch der für Oktober avisierte Termin für das P2 (je 16 Doppel bei Männern und Frauen im Hauptfeld) ist noch leicht variabel. Weil die Organisatoren in Mailand ihrerseits um Verlegung um eine Woche gebeten haben, da ihr P1-Turnier (je 32 Teams) mit einer Messeveranstaltung zu kollidieren droht. Besonders die damit verbundenen, stark eingeschränkten Hotelkapazitäten führen die Italiener als Grund ins Feld.
David Battistel von der in München ansässigen Agentur mm sport padel und seine fleißigen Helfer im Hintergrund müssen sich mit der Detailarbeit wohl oder übel noch ein bisschen gedulden. "Wir hatten ein sehr gutes erstes Jahr und arbeiten nun daran, das Event weiterzuentwickeln - für die Spielerinnen und Spieler, aber natürlich auch für die Fans", sagt er. "Unser klares Ziel ist es, Premier Padel langfristig in Deutschland zu etablieren. Wenn wir gemeinsam mit starken Partnern weiter an diesen Strukturen arbeiten, sind wir überzeugt, dass Deutschland seinen festen Platz im internationalen Turnierkalender finden wird."
"Die Premier Padel Finals in Barcelona waren ein voller Erfolg - sportlich wie atmosphärisch", hat auch Steffi Steible registriert. "Ein ausverkauftes Haus, volle Ränge und eine Stimmung, die gezeigt hat, wie sehr dieser Sport Menschen begeistert. Genau solche Momente treiben den Padel-Sport weiter nach vorn", so die Geschäftsführerin des Deutschen Padel Verband. Die deutsche Padel-Fangemeinde sollte sich jedenfalls den Oktober 2026 für den sehr wahrscheinlichen Fall der Fälle vorläufig noch freihalten.