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Gelingt der erste Super-Bowl-Sieg in der Franchise-Historie?

kicker

Die Lions waren vergangene Saison offensiv eine Macht. Jared Goff führte eine perfekt abgestimmte Offense an, Amon-Ra St. Brown spielte erneut eine überragende Saison, und das Laufspiel funktionierte rund um Jahmyr Gibbs und David Montgomery auf Top-Niveau. Die Defense hielt trotz zahlreicher Verletzungen lange genug stand, um die meisten Shootouts zu gewinnen.

Am Ende reichte es trotzdem nicht für den Super Bowl - eine Niederlage gegen die Commanders in der Divisional Round beendete die Saison abrupt.

Lions vergangenes Jahr jäh gestoppt

Detroit war letztes Jahr das Maß aller Dinge in Sachen Offense. Kein Team erzielte mehr Punkte. Egal ob in Shootouts oder in knappen Partien - die Lions fanden fast immer einen Weg, offensiv abzuliefern.

Nur im entscheidenden Playoff-Spiel gegen Washington lief auf einmal gar nichts mehr zusammen. Obwohl man 31 Punkte machte, verlor man das Duell vor allem wegen fünf offensiver Turnover und einer Defense, die der gegnerischen Offense nichts entgegensetzen konnte. Trotzdem gilt: Dieses Team hat nicht nur Talent, sondern durch zahlreiche Verletzungen vor allem Tiefe im Kader gezeigt.

Lions mit zwei neuen Coordinators

An der Spitze bleibt Head Coach Dan Campbell, der seit 2021 das Team prägt. Offensiv kam es jedoch zu einer großen Veränderung: Ben Johnson, der wohl begehrteste Coordinator der Liga, wurde Head Coach in Chicago. Seinen Platz übernimmt John Morton, zuletzt Passing Game Coordinator in Denver - und davor bereits im Staff der Lions tätig.

Auf der defensiven Seite wurde Kelvin Sheppard vom Linebackers Coach zum Defensive Coordinator befördert. Dieser übernimmt für Aaron Glenn, der mittlerweile die New York Jets als Head Coach betreut. Beide Coordinator sind unerfahren auf ihren neuen Posten, bringen aber Systemtreue und Kenntnisse des bestehenden Schemes mit.

Offensive Line der Lions verliert zwei wichtige Säulen

In der Free Agency gab es in der Offense keine großen namhaften Neuzugänge, aber im Draft kamen mit den Guards Tate Ratledge und Miles Frazier, sowie Wide Receiver Isaac TeSlaa junge Verstärkungen dazu.

Den größten Umbruch gibt es jedoch in der Interior Offensive Line: Nach dem Rücktritt von Center Frank Ragnow und dem Abgang von Guard Kevin Zeitler müssen zwei Positionen neu besetzt werden. Das restliche Gerüst bleibt: Penei Sewell ist weiterhin einer der besten Right Tackles der Liga, und bei den Skillspieler rund um Quarterback Jared Goff sind die Lions mit Amon-Ra St. Brown, Jahmyr Gibbs, Jameson Williams und David Montgomery weiterhin sehr gut aufgestellt.

Goff selbst hat in der vergangenen Spielzeit erneut gezeigt, wie gut er diese Offense als Dirigent orchestriert und leitet. Und auch wenn er immer wieder schwächere Spiele hat, so ist er seit mehreren Jahren Anführer einer der besten Offensivabteilungen der Liga. Das verdient höchste Anerkennung.

Jared Goff, Amon-Ra St. Brown und Penei Sewell sind die Stars dieser Unit, aber Goffs Leistung hängt stark von der Interior O-Line ab. Wie gut diese ist, ist zum ersten Mal seit Langem zumindest fraglich.

Defense der Lions mit einigen Baustellen

Defensiv musste Detroit ein paar personelle Baustellen angehen. In der Secondary kamen D.J. Reed und Avonte Maddox neu dazu. Mit Reed, Terrion Arnold und dem jungen Safety Brian Branch verfügt Detroit über ein defensives Backfield mit viel Potenzial.

In der D-Line sieht es dagegen komplizierter aus: Edge Rusher Aidan Hutchinson kommt von einer schweren Verletzung zurück, Defensive Tackle Alim McNeill wird zum Saisonstart noch fehlen und Levi Onwuzurike fällt bereits für die komplette Saison aus. Die Last im Pass Rush wird neben Hutchinson vor allem auf D.J. Reader und Marcus Davenport liegen. Letzterer war in der Vergangenheit aber oft verletzt und stand nur selten auf dem Feld. Daher Rookie Defensive Tackle Tyleik Williams muss schnell funktionieren.

Die Linebacker und Safeties sind solide bis stark besetzt - hier zählen Jack Campbell, Alex Anzalone und Brian Branch zu den Fixpunkten in der Unit von Kelvin Sheppard.

Das größte Fragezeichen bleibt die Tiefe der Defensive Line - gerade solange McNeill fehlt und unklar ist, wie Hutchinson seine schwere Verletzung weggesteckt hat.

Was hat sich bei den Lions verändert?

Neue Interior O-Line, neue Coordinator - und trotzdem das gleiche, physisch dominante Lions-Team.

Die Hoffnung ist, dass die Culture und das Scheme unter Campbell auch ohne Ben Johnson und Aaron Glenn funktionieren und die jungen Starter in der O-Line schnell Fuß fassen. In der Defense muss die D-Line verletzungsfrei bleiben und wieder gesund werden, um den Pass Rush konstant auf hohem Niveau zu halten.

Ausblick in die neue Saison der Lions

Die Detroit Lions starten mit mehr Fragezeichen als zuletzt in diese neue Saison. Die Chance auf den ganz großen Wurf - den ersten Super Bowl Titel in der Geschichte der Franchise - scheint aktuell kleiner als in den vergangenen Jahren.

Trotzdem sollte man die Lions nicht vorschnell abschreiben. Der Kader gehört nach wie vor zu den besten der Liga und in der Free Agency hat man sich gezielt verstärkt. Und dann ist da noch Dan Campbell. Ein Coach, dem man auch zutraut, diese heikle Phase zu meistern.

Ob die Lions weiterhin zu den offensiv stärksten Teams der Liga gehören und realistisch um den Titel mitspielen können, wird sich zeigen. Aber der Weg in die Playoffs? Der ist absolut realistisch. Und dort - das wissen wir alle - ist alles möglich.