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Jungandreas: "Die zwei Tage Urlaub sind mir egal"

kicker

"Wir sind natürlich froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das muss ich niemanden erklären", sagte DRHV-Coach Uwe Jungandreas nach der Partie. "Für uns ging es hier um existenzielle Fragen, nicht für uns, nicht für mich, aber für den Verein. Und die letzten 14 Tage waren nicht einfach, die Vorbereitung auf das Spiel war äußerst ungewöhnlich."

"Ich habe am 18. Juni in meinem Urlaub erfahren, dass das Spiel stattfindet. Dann haben die Spieler ein paar Hausaufgaben an die Hand bekommen - für ein paar Tage ein bisschen laufen und Kraft zulegen, wie sie das machen können. Das Training haben wir am Donnerstag begonnen und Freitag sowie Sonntagfrüh haben wir eine ganz normale Spielvorbereitung gemacht. Diese Vorbereitung war extrem wichtig", umreißt der 63-Jährige, die Vorbereitungen auf dieses Match.

"Hier geht es um Charakter"

"Ich habe den Jungs gesagt, hier geht es um Charakter", so Jungandreas mit Blick auf seine Motivationsrede, die zu einer schnellen 7:3-Führung führte und bei der man in der Folgezeit Essen nie näher als zwei Tore herankommen ließ. "Wir haben charakterstarke Spieler. Das haben wir gezeigt. Wir haben das Spiel über 60 Minuten dominiert."

Der erfahrene Coach war dann jedoch auch von der Leistung seiner Mannschaft überrascht. "Teilweise hatten wir sehr gute Phasen, wo man vom Tempo eigentlich gar nicht gesehen hat, dass wir aus dem Urlaub zurück sind. Andererseits gab es auch Dinge, wo wir Essen wieder ins Spiel gebracht haben." Zwei solche Phasen konnte der TUSEM zu Dreierserien (zum 8:6 und 12:10) nutzen, doch nach der 18:14-Pausenführung ließ man den Kontrahenten auch nicht mehr herankommen.

"Ab einem bestimmten Punkt war Essen nicht mehr in Schlagdistanz, es waren dann immer vier bis fünf Tore Utnerschied", so auch Jungandreas, dessen Team sich schnell auf 22:16 (39.) gelöst hatte und zeitweise mit acht Toren (26:18) enteilt war. "Ich bin froh, dass die Sache so ausgegangen ist und uns weitere Unannehmlichkeiten erspart bleiben", so Jungandreas mit Blick auf den Spielverlauf.

Jungandreas wollte letzte Auszeit nehmen

Der 63-Jährige erklärte dann auch angesichts der Umstände, die zum Wiederholungsspiel geführt haben: "Wenn wir in Ballbesitz gewesen wären, hätte ich drei Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit genommen. Aber wir waren nicht in der Situation und wir hätten auch diesmal nicht zu viele Spieler auf das Feld geschickt."

"Ich bin sehr froh, dass sich auf beiden Seiten niemand verletzt hat, das war ja auch eine Gefahr", machte Jungandreas auch noch einmal deutlich, dass die späte Austragung des Wiederholungsspiel ungünstig war. "Wir sind jetzt einfach alle froh, dass diese Geschichte so ausgegangen ist, wie sie ausgegangen ist - mit einem Sieg für uns, damit bleibt alles, wie es ist."

"Die zwei Tage Urlaub, die ich investiert habe, sind mir egal. Ich habe so viel in Dessau investiert, dass ich die zwei Tage Urlaub auch nicht mehr brauche. Ab übermorgen habe ich eine neue Aufgabe", so Jungandreas, der künftig den Drittligisten EHV Aue coachen wird.