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Lehrstunde bei den Padel Finals für Lebron/Augsburger

kicker

Wenn der Ex auf den Ex trifft, und das gleich in doppelter Ausführung, sind Spannungen auch im Padelcourt unausweichlich. Nachdem Ende Oktober beim P2-Turnier in Ägypten gleich zwei Doppel die Scheidung eingereicht hatten, barg das Duell Franco Stupaczuk/Martin Di Nenno (ARG) mit Juan Lebron (ESP)/Leo Augsburger (ARG) Brisanz pur. Zur tragischen Figur avancierte dabei Augsburger, vormals Partner von Di Nenno, dem im entscheidenden Spiel des zweiten Satzes gleich drei ungewöhnlich leichte Fehler unterliefen. Kopfschütteln bei Lebron, dem nichts anderes übrigblieb, als seinem vormaligen Partner Stupaczuk und Di Nenno nach der Lehrstunde in exakt 90 Minuten und einem 2:6, 4:6 zu gratulieren.

So sichtbar die Enttäuschung einerseits, so ausgelassen und ausgekostet fiel der Jubel auf der Gegenseite aus. "Das hatte aber nicht damit zu tun, dass wir dieses besondere Spiel für uns entschieden haben", beeilte sich Di Nenno zu betonen. Vielmehr war der Sieg "die richtige Antwort auf unser Viertelfinal-Aus zuletzt in Mexiko", so "Stupa" mit Bezug auf das 3:6, 4:6 gegen Jon Sanz/ Francisco Navarro - der auch noch für einen großen Lacher sorgte. "Was, nur ein Glas Wasser?", wunderte er sich. "Früher habe ich nach einem Sieg bei der Pressekonferenz eine ganze Flasche bekommen." Zusatz: "Ein Bierchen werde ich mir frühestens nach dem Finale gönnen."

Araujo/Ustero im Eiltempo

So schnell kann es gehen: mit dem Einzug ins Halbfinale - oder der ungeplant frühen Heimreise. Nach nur 63 Minuten und selten spektakulären Ballwechseln setzte sich zum Auftakt der Premier Padel Finals das an Nummer 4 gesetzte portugiesisch-spanische Duo Sofia Araujo/Andrea Ustero souverän mit 6:1, 6:1 durch. Das rein spanische Pärchen Marta Ortega/Tamara Icardon versuchte viel, wirkte aber in allen Belangen sichtlich überfordert und fand deshalb nicht ansatzweise einen Ausweg aus der Sackgasse.

"Wir waren gut vorbereitet, konnten auf jede Veränderung der Gegenseite bestens reagieren", analysierte Araujo. Ähnlich wie beim Germany Premier Padel P2 in Düsseldorf Mitte September empfindet auch ihre Partnerin Ustero die Spielfläche "erneut etwas langsam, unsere Schmetterbälle sind dennoch gut ins Feld gekommen".

Triay und Brea froh "über neue Chance"

Etwas mehr, als es das Ergebnis vermuten lässt, mühten sich Gemma Triay (Spanien) und Delfi Brea (Argentinien). Das 6:2, 6:3 der topgesetzten Weltranglisten-Ersten gegen Marina Guinart/Veronica Virseda (beide Spanien) täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg. Viele umkämpfte Punkte, teilweise wurde die Stimme des Stuhl-Schiedsrichters aufgrund vieler "Vorteil/Einstand"-Rufe leicht strapaziert. Zur Freude der Zuschauer.

"Wir wussten, dass es kein Spaziergang werden würde", so Brea. "Aber wir haben unsere Erfahrungen aus den vier, fünf Spielen gegen sie seit Mitte der Saison gut umgesetzt." Dass nach der nicht ganz überraschenden Finalpleite in Mexiko gegen Claudia Fernandez/Beatriz Gonzalez der Druck in Barcelona nun etwas höher war, wollte Triay nach 1:34 Stunden nicht wirklich bestätigen: "Wir sind einfach nur froh, hier eine neue Chane zu bekommen." Bei 100 Prozent war das Duo zum Auftakt jedoch noch nicht.

Der "König" und die Narren - und "Mozart" als "Spiderman"

2:6, 2:6 - klingt nüchtern, war es dann auch für Lucas Bergamini (Brasilien) und Javier Leal (Spanien), die in gerade einmal 52 Minuten gegen Agustin Tapia (Argentinien) und Arturo Coello (Spanien) schlicht und ergreifend keinen Auftrag hatten. Zu dominant, zu präzise, einfach unschlagbar agierten die Seriensieger des Jahres 2025. Zudem hielt "König" Coello mit seinen unnachahmlichen Schmetterbällen die Konkurrenten beinahe nach Belieben zum Narren. Und Tapia, aufgrund seines feinen Händchens und seiner außerordentlichen taktischen Finesse auch als "Mozart" des Padelsports verehrt, war nahe dran, sich einen zweiten Spitznamen zu verdienen.

Nachdem er einen Ball am Seitengitter auf gut drei Metern Höhe "erklettern" wollte, den Ball nur knapp verfehlte, fragte der kicker: "Wollen sie künftig vielleicht Spiderman genannt werden?" Antwort: "Na ja, perfekt wäre es gewesen, den Ball zu treffen. Dann lande ich in jeder Highlightshow. Mal schauen, ob ich mir den Spitznamen noch verdienen kann." Nächste Gelegenheit im Halbfinale, nachdem an diesem Freitag Teil zwei der Viertelfinals auf dem Programm steht.

Freitag, 11. Dezember, weitere Viertelfinals ab 13 UhrClaudia Fernandez/Beatriz Gonzalez (ESP/3) - Alejandra Alonso (ESP)/Claudia Jensen (ARG)Jorge Nieto/Miguel Yanguas (ESP/4) - Francisco Navarro/Jon Sanz (ESP)Nicht vor 17.00 UhrAlejandra Salazar/Martina Calvo (ESP) - Ariana Sanchez/Paula Josemaria (ESP/2)Jeronimo Gonzalez/Francisco Guerrero (ESP) - Alejandro Galan (ESP)/Federico Chingotto (ARG/2)