Der Saisonstart der Kansas City Chiefs rückt näher, doch die Gespräche mit Cornerback Trent McDuffie über eine Vertragsverlängerung liegen auf Eis. Der zweimalige All-Pro, dessen Fifth-Year-Option bereits für 2026 gezogen wurde, wird vorerst mit seinem aktuellen Vertrag weiterspielen.
Während McDuffie nach außen Gelassenheit ausstrahlt und die Saison in den Vordergrund stellt, zeigt sich General Manager Brett Veach bemüht, die Tür für künftige Gespräche offenzuhalten.
Gleichzeitig drückt die angespannte Salary-Cap-Situation der Chiefs, die 2026 rund 45 Millionen Dollar über dem Limit liegen, auf die Verhandlungen.
McDuffies Haltung: Fokus auf Football
Schon im Training Camp hatte McDuffie erklärt, er könne sich dank seines engen Drahts zu seinem Agenten ganz auf Football konzentrieren. "Wenn sie um 6 Uhr reden, ruft er mich um 6:01 Uhr an", sagte er damals im Interview derUpAndAdamsShow.
Nun dämpfte er die Erwartungen vor dem Saisonauftakt: "Keine Updates. Es geht nur um die Saison, das kann alles im Offseason passieren." Mit einem Grundgehalt von rund 2,6 Millionen Dollar in diesem Jahr und garantierten 13,6 Millionen für 2026 steht McDuffie finanziell zwar nicht unter Druck, doch der große Zahltag lässt weiter auf sich warten.
Zum Vergleich: Dallas zahlte Defensive Back DaRon Bland gerade 92 Millionen für vier Jahre - ein Rahmen, den McDuffie mit seiner nächsten Unterschrift wohl übertreffen dürfte.
Chiefs unter Cap-Druck
Ein wesentlicher Grund für die zögerliche Haltung des Front Office ist die finanzielle Lage. Kansas City ist für 2026 derzeit mit rund 45 Millionen Dollar über dem Salary Cap eingeplant. Neben möglichen Anpassungen am Rekordvertrag von Patrick Mahomes wird die Zukunft mehrerer Leistungsträger zur Herausforderung.
McDuffies langfristiger Vertrag könnte daher erst dann Priorität erhalten, wenn klar ist, wie die Cap-Struktur künftig aussehen wird.
General Manager Brett Veach betonte zuletzt gegenüber KCSN, McDuffie bleibe eine zentrale Figur der Franchise: "Er ist ein spezieller Spieler, und wir werden den Dialog weiterführen.
Nichts passiert sofort, aber wir wollen, dass er langfristig Teil des Teams bleibt." Ein "Handshake-Deal" zwischen beiden Seiten scheint also zu bestehen - die harten Verhandlungen werden auf die Zeit nach der Saison vertagt.
Blick nach Brasilien
Anfang September eröffnen die Chiefs in São Paulo gegen die Los Angeles Chargers ihre Saison. Für McDuffie geht es trotz aller Vertragsfragen darum, mit Leistung zu überzeugen.
Nach einer Saison mit zwei Interceptions, 13 Pass Breakups und zahlreichen Big Plays will er erneut beweisen, warum er zu den besten Cornerbacks der Liga zählt - und damit seine Position für künftige Verhandlungen weiter stärken.