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Navigator Gottschalk peilt Titelverteidigung bei Dakar an

kicker

Lange Verletzungspause, neues Auto, gleiches Ziel: Der Rheinsberger Rallye-Navigator Timo Gottschalk peilt mit seinem saudi-arabischen Piloten Yazeed Al-Rajhi die Titelverteidigung bei der Rallye Dakar an. "Das ist das große Ziel, aber es wird keine einfache Aufgabe", sagte Gottschalk der Deutschen Presse-Agentur vor dem Start der wichtigsten Marathon-Rallye des Jahres, die vom 3. bis zum 17. Januar 2026 in Saudi-Arabien ausgefahren wird.

Die vertraute Konkurrenz hat ebenso wie das saudi-arabisch-brandenburgische Duo aufgerüstet. "Mattias Ekström hat einen neuen Ford und wird superschnell sein. Dacia hat eine super Truppe", sagte der 51-Jährige.

Große Konkurrenz

Mit Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb, dem fünfmaligen Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah (2013 mit Gottschalk) und dem Brasilianer Lucas Moraes ist die Renault-Tochter prächtig hinter dem Volant bestückt. Mit dem damaligen Rookie Moraes wurde Gottschalk 2023 überraschend Dritter, ehe ihn Al-Rajhi in sein Cockpit zurückholte.

"Und Henk Lategan wird unser eigener Konkurrent sein", sagte Gottschalk. Der Südafrikaner pilotiert wie Al-Rajhi und Gottschalk einen Toyota Hilux und lag bei der letzten Dakar lange in Führung. Nach mehreren Rückschlägen endete die Aufholjagd auf dem 2. Platz. "Wenn man so nah dran ist und scheitert, kann man damit nicht zufrieden sein", lautete deshalb die Kampfansage des 31-jährigen Lategan.

Unfall bremst Duo aus

Einer Aufgabe nach einem Überschlag auf der sechsten Etappe 2024, auf der das Team in Führung lag, folgte der Sieg 2025 dank überragender Taktik des Duos, der nun wiederholt werden soll - unter erschwerten Bedingungen. Denn die beiden mussten nach einem Unfall bei der Baja Jordanien im April eine 150-tägige Verletzungspause mit Kompressionsbrüchen an der Wirbelsäule einlegen. Gottschalk wurde in der Unfallklinik im bayerischen Murnau operiert. "Vier Rückenwirbel wurden zusammengeschraubt, die im kommenden Jahr wieder entfernt werden", äußerte Gottschalk.

„Wir haben besser in den Rhythmus gefunden und gleichzeitig unser neues 'Dakar'-Auto eingefahren - alles lief perfekt.“ (Rallye-Navigator Timo Gottschalk)

Nach der Pause tasteten sich beide wieder heran und sicherten sich Anfang Dezember mit dem Sieg bei der Rallye Dschidda den Titel als saudi-arabische Meister in einem neuen Toyota Hilux. Als "guten Abschluss einer an sich schwierigen Saison" bezeichnete Al-Rajhi den Sieg bei der Dakar-Generalprobe.

Al-Rajhi in Saudi-Arabien eine Legende

Der 44-Jährige ist laut Gottschalk in seiner Heimat eine Legende und eine "ganz große Nummer". Er gilt als Vorbild für junge aufsteigende Rennfahrer. Al-Rajhi selbst war bei der Generalprobe noch auf Selbstfindungskurs im Rennalltag nach dem Unfall.

Nach dem Sieg sieht er nun aber der Mission Titelverteidigung gelassener entgegen: "Nach der langen Verletzungspause haben wir besser in den Rhythmus gefunden und gleichzeitig unser neues 'Dakar'-Auto eingefahren - alles lief perfekt."

Probefahrten vor dem Start

Viele kleine Veränderungen unter anderem am Schwerpunkt, Gewicht und der Achsgeometrie sollen große Vorteile am Hilux nach sich ziehen. Um das Auto vor dem Start noch besser kennenzulernen, fliegt Gottschalk am 30. Dezember schon nach Saudi-Arabien, obwohl der Start vom traditionellen 1. Januar extra um zwei Tage verschoben wurde. "Damit fällt Silvester wieder für mich aus."