Als einer, der selbst harte Vertragsverhandlungen hinter sich hat, weiß Dak Prescott, wie zermürbend die letzten Monate für seinen Teamkollegen Micah Parsons gewesen sein müssen.
Am Ende kam es zur überraschenden Trennung: Dallas schickte den Star-Pass-Rusher nach Green Bay und erhielt im Gegenzug Defensive Tackle Kenny Clark sowie zwei Erstrundenpicks.
Cowboys-Besitzer Jerry Jones hatte den Deal bereits kommentiert - jetzt zog auch Dak Prescott nach und äußerte sich nach dem Training der Cowboys erstmals selbst in einem Interview: Für den Quarterback eine Entscheidung, die ihn zwar überrascht, aber nicht völlig kalt erwischt hat - und die für ihn vor allem eines bringt: Klarheit.
Überraschung, aber kein Schock
"Ich kann nicht sagen, dass ich komplett überrascht war, aber ich hätte definitiv nicht gedacht, dass er getradet wird", erklärte Prescott. "So wie die Verhandlungen abliefen, schien es irgendwann persönlich zu werden. Deshalb hat es mich dann doch nicht gewundert."
Der 32-Jährige betonte mehrfach, dass er froh sei, dass die Situation vor dem Saisonstart geklärt wurde. "Wenn nichts passiert wäre, würdet ihr mich immer noch fragen, ob er in ein paar Tagen spielt. Das wäre ein viel größeres Ablenkungsthema geworden als jetzt eine Lösung gefunden zu haben."
Fokus auf die Saison
Während sich Parsons bereits voll auf seine neue Aufgabe bei den Packers konzentriert, macht Prescott deutlich, dass auch im Locker Room der Cowboys längst der Blick nach vorne gerichtet ist: "Ich glaube nicht, dass jemand daran hängt. Es gibt genug Medienrummel darüber."
"Am Ende ist es gut, dass eine Lösung gefunden wurde. Micah hat sein Geld bekommen, sehr gut sogar, und das freut mich für ihn und seine Familie. Wir sehen ihn in einem Monat wieder."
Trotz der Verstärkung durch Clark und der zwei zusätzlichen Draftpicks will Prescott keine vorschnellen Schlüsse ziehen: "Ich werde nicht sagen, dass wir jetzt besser sind. Wir müssen es auf dem Feld beweisen - das hätten wir auch tun müssen, wenn Micah noch hier wäre."