Red Bull hat ein desaströses Heimspiel in Spielberg erlebt. Auf dem hauseigenen Ring in der Steiermark ging bereits am Samstag einiges schief, im Qualifying landete Max Verstappen nur auf Platz sieben. Auch, weil er seine entscheidende Runde wegen eines Drehers von Pierre Gasly vor ihm vorzeitig abbrechen musste. Teamkollege Yuki Tsunoda schied als 18. derweil schon in Q1 aus, eine weitere herbe Enttäuschung.
Verstappens Pech zog sich auch am Sonntag durch. Eigentlich erwischte der vierfache Weltmeister einen guten Start, rückte einen Platz vor, wurde in Kurve drei dann aber von Mercedes-Youngster Kimi Antonelli abgeräumt. Der Italiener bremste zu spät und krachte oben am Berg in den Red Bull - beide fielen in Runde eins aus.
"Er kam mit blockierenden Rädern angeschossen und hat ihn völlig abgeräumt", analysierte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko die bittere Szene bei Sky. "Wenn man nicht vorn startet, muss man immer damit rechnen, dass jemand hinten einen Blödsinn macht", so Marko weiter.
Bei Red Bull hatte man eigentlich damit gerechnet, sich mit Ferrari um Platz drei duellieren zu können. "Von der Zeitenanalyse hätten wir ums Podium gekämpft", berichtete Marko, der am Ende aber von einem "ganz schwarzen Tag" sprach.
Marko schreibt die WM ab
Durch Verstappens Ausfall wuchs der Rückstand auf die beiden McLaren, die in Österreich einen Doppelsieg feierten, in der Fahrerwertung noch weiter an. Auf Norris fehlen Verstappen nun 46 Punkte, auf Piastri bereits 61. "Der Rückstand ist fast nicht mehr aufholbar. Wenn nichts mehr Außergewöhnliches passiert, ist die WM dahin", gestand Marko ein.
Auch in der Team-WM sieht es schlecht aus, Platz vier ist zu wenig für die hohen Ansprüche von Red Bull. Was vor allem aber auch daran liegt, dass Tsunoda keine Hilfe ist, wenn Verstappen mal nicht punktet. Der Japaner wurde Letzter. "Yuki fehlt momentan das Selbstvertrauen, da müssen wir uns was überlegen, dass wir ihn stabilisieren und er über ein ganzes Wochenende konstant ist", forderte Marko. Immerhin: "Der Speed ist da, das sehen wir in den Trainings."