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Showdown in Katowice: Portugal fordert Dänemark im U21-WM-Endspiel

kicker

Für die Mannschaft von Trainer Carlos Martingo ist der Einzug ins Finale bereits ein historischer Meilenstein - und das Ergebnis einer eindrucksvollen Turnierleistung. "Jetzt gilt es, sich gut zu erholen und dann den Fokus voll auf Dänemark zu legen", sagte Martingo gegenüber der IHF.

Das Team kenne den Gegner gut: "Wir haben kürzlich in Maia gegen sie gespielt, es ist dieselbe Mannschaft. Sehr komplett, typisch skandinavisch - stark im Passspiel, schnell im Umschalten und mit einer soliden 6:0-Deckung sowie zwei guten Torhütern. Aber wenn wir unsere beste Leistung bringen, glaube ich an unsere Chance."

Portugal beeindruckte in der K.o.-Phase mit Nervenstärke und starker Defensivarbeit. Im Viertelfinale besiegte man Ägypten mit 30:26, im Halbfinale setzten sich die Portugiesen in einem dramatischen Duell mit 38:37 nach Verlängerung gegen die Färöer-Inseln durch. Den entscheidenden Siebenmeter in letzter Sekunde parierte Torhüter Diogo Rema Marques, der bereits bei der Männer-WM im Januar zu den Leistungsträgern zählte.

Auch Dänemark musste im Halbfinale in die Verlängerung - beim 40:37-Erfolg gegen Schweden präsentierte sich das Team von Trainer Ulrik Kirkely jedoch variabel und offensivstark. "In solchen Spielen muss man jedem Spieler vertrauen. Tiefe im Kader ist entscheidend", erklärte Kirkely gegenüber der IHF, nachdem zwölf verschiedene Akteure Tore zum Finaleinzug beigesteuert hatten.

Die Statistik spricht ebenfalls für ein Duell auf Augenhöhe: Dänemark erzielte bislang die meisten Treffer des Turniers (269 Tore, Ø 38,4 pro Spiel), Portugal folgt mit 253 Toren (Ø 36,1). In der Defensive liegt Portugal vorn - nur 176 Gegentreffer (Ø 24,4) bedeuten den zweitbesten Wert im Turnier.

Die letzte Begegnung beider Nationen fand im Mai in einem Testspiel in Portugal statt - Dänemark gewann mit 31:28. Doch im Finale von Katowice dürften die Karten neu gemischt werden. Für Dänemark wäre es nach 1997, 1999 und 2005 der vierte U21-WM-Titel. Portugal hingegen könnte sich erstmals zum Weltmeister krönen und ein ohnehin außergewöhnliches Handballjahr veredeln.