Amon-Ra St. Brown zählt zu den besten Wide Receivern der NFL. Der Deutsch-Amerikaner in Diensten der Detroit Lions nutzt die trainingsfreie Zeit aber auch, um den Sport in der Heimat seiner Mutter bekannter zu machen. So veranstaltete er in München ein Camp für Kinder.
Im Rahmen dessen sprach er in einer Medienrunde, an der auch der kicker teilnahm, über ...
... die bittere Niederlage der Lions in den Playoffs: "Das war schwer. Wir haben 15 Spiele gewonnen und nur zwei verloren. Und dann haben wir als First Seed in den Playoffs das erste Spiel gegen die Washington Commanders verloren. Wir waren sehr enttäuscht im Locker Room, aber nach ein paar Tagen war die Stimmung anders, denn wir hatten eine der besten Saisons der Lions-Geschichte gespielt. Die Niederlage hat dennoch wehgetan, aber wir haben eine junge Mannschaft und somit jedes Jahr eine Chance auf den Titel."
... den neuen Offensive Coordinator John Morton: "Ben Johnson ist ein richtig guter Coach, aber unser neuer Offensive Coordinator ist auch sehr gut. Auf Englisch sagen wir aber: Players make plays. Wir haben gute Spieler und die Mannschaft ist immer nur so gut, wie gut die Spieler sind. Wir sind jung, haben eine gute O-Line, einen guten Quarterback, die Running Backs sind sehr stark wie auch die Receiver und Tight Ends - die ganze Offense ist sehr stark. Wir haben viel Vertrauen in unsere Mannschaft und unser Offensive Coordinator wird schon ganz okay sein."
... seinen Besuch in Deutschland: "Es ist immer cool, nach Deutschland zu kommen. Es ist mein erstes Mal hier in München. Ich bin direkt etwas herumgelaufen, aber das große Ding hier war das Camp. Es war ein Erfolg, es hat viel Spaß gemacht. Die Kinder hatten viel Spaß und waren aufgeregt. Es war geil."
... den großen Andrang beim Camp: "Die Kinder verstehen Football und haben viel Energie. Sie haben viele Jerseys an - nicht nur von den Lions, sondern auch von Rob Gronkowski oder Saquon Barkley. Sie sind richtige NFL-Fans, das kann man sehen. Sie lieben American Football und das ist cool zu sehen, weil ich weiß, wie groß Fußball in Deutschland ist. Die Kinder haben jetzt die Chance, einen anderen Sport zu erleben und zu spielen."
... die Stadt München: "München ist cool und ein bisschen anders als Köln. Ich würde sagen, dass es ein wenig weicher ist, aber sehr schön. Die Architektur ist geil, das Essen ist gut, die Leute sind sehr nett."
... seine schönsten Kindheitserinnerung in Deutschland: "Das war mit meiner Oma und meinem Opa in Leverkusen. Die Zeit mit meinen zwei Brüdern dort hat immer viel Spaß gemacht. Wir sind herumgerannt, haben Fußball gespielt. Mein Opa hat alles gebaut, er war ein richtiger Handwerker."
„Wenn die Lions in Deutschland spielen, wird das eine richtige Party.“ (Amon-Ra St. Brown)
... seinen Wunsch, in Deutschland zu spielen: "Da hätte ich Bock drauf, zu 100 Prozent. Hoffentlich können wir nächstes Jahr hier spielen. Ich sehe jedes Jahr, was die Fans für eine Energie zu den Spielen bringen. Sie jubeln und machen nonstop Stimmung, so wie beim Fußball. Es ist immer ganz cool zu sehen. Ich hoffe daher, dass ich auch eines Tages hier spielen kann, weil meine Mutter aus Deutschland kommt und viele Freunde hier hat. Wenn die Lions hier in Deutschland spielen, dann wird das eine richtige Party."
... seinen Wunschspielort in Deutschland: "Berlin ist eine große Stadt, München auch, aber ich glaube, Köln wäre geil. Vielleicht auch Leverkusen. Ich würde aber sagen, dass ich gerne in Köln, München oder Berlin spielen würde."
... die Bedeutung von Sport in seiner Kindheit: "Wir haben mit meinem Vater und meinen Brüdern Basketball, Football, Fußball, Gewichtheben, aber auch Monopoly zusammen gespielt. Ich glaube, dass ich deswegen so ein Wettbewerbstyp bin."
... eine mögliche Teilnahme im Flag Football bei den Olympischen Spielen: "Hoffentlich kann ich in drei Jahren bei den Olympischen Spielen für Deutschland spielen. Das ist mein Ziel. Ich weiß aber nicht, wie das alles klappt mit dem Tryout. Hoffentlich bin ich gut genug für die Mannschaft (schmunzelt). Wenn ich Zeit habe - unsere Saison fängt ja so Ende Juli an - dann will ich zu 100 Prozent dabei sein."
... seine Ziele für die kommende NFL-Saison: "Ich habe Ziele für mich selbst, aber die verrate ich nicht. Es sind meine Ziele."