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Triple A: Die beste Strategie, um mit Niederlagen umzugehen

kicker

1. Akzeptieren - Die Niederlage annehmen

Niederlagen sind unangenehm. Sie können wehtun und dafür sorgen, dass man zweifelt oder vielleicht sogar sauer auf sich selbst wird. Doch der erste Schritt ist, die Situation anzunehmen, statt sich dagegen zu wehren.

Akzeptieren bedeutet:

· zu sagen: "Ja, es ist passiert."

· nicht sofort Ausreden zu suchen.

· auch unangenehme Gefühle zuzulassen, statt sie wegzuschieben.

· sich selbst nicht niederzumachen.

Es ist absolut in Ordnung, traurig oder enttäuscht zu sein. Auch Profis kennen diese Momente. Akzeptieren heißt nicht, dass dir die Niederlage egal ist - es heißt, dass du bereit bist, danach weiterzugehen. Ein kurzer Leitgedanke kann dabei helfen: "Ich darf mich schlecht fühlen, aber ich bleibe fair zu mir selbst."

2. Analysieren - Aus Fehlern lernen

Wenn die ersten starken Gefühle abgeklungen sind, kommt der zweite Schritt: überlegen, was genau passiert ist. Dabei geht es nicht darum, sich Vorwürfe zu machen. Stattdessen schaust du wie ein Trainer auf die Situation: sachlich, neugierig und lernbereit. Hilfreiche Fragen sind zum Beispiel:

· Was ist wirklich passiert?

· Welche Entscheidungen waren gut?

· Welche hätte ich anders treffen können?

· Was habe ich verstanden - und was habe ich vielleicht übersehen?

· Welche Dinge lagen völlig außerhalb meiner Kontrolle?

Nehmen wir ein Beispiel: Deine Mannschaft verliert 1:3. Die Analyse könnte lauten: "Ich habe viel Einsatz gezeigt. Aber zweimal war ich beim Umschalten zu langsam. Beim nächsten Training übe ich Reaktionsschnelligkeit. Der Gegner war außerdem körperlich sehr stark - das lag nicht nur an uns." Analysieren heißt: Du verwandelst eine Niederlage in wertvolles Wissen. Jede Erkenntnis macht dich stabiler und besser.

3. Abhaken - Den Blick nach vorne richten

Nachdem du die Situation verstanden hast, folgt Schritt drei: abhaken. Dieser Teil ist genauso wichtig wie die vorherigen. Wenn man eine Niederlage nicht loslässt, trägt man sie wie einen schweren Rucksack mit sich herum. Sie stört im nächsten Spiel, in der nächsten Entscheidung, in der nächsten Chance.

Abhaken bedeutet:

· bewusst zu sagen: "Ich habe daraus gelernt. Jetzt ist es vorbei."

· nicht dauerhaft an der Niederlage festzuhalten.

· den Kopf wieder frei zu machen.

· mit neuer Energie nach vorn zu schauen.

Im Profisport sieht man das sehr deutlich: Spieler, die lange an einem Fehler festhalten, spielen schlechter. Spieler, die schnell wieder Fokus finden, kommen stärker zurück. Wer die Vergangenheit loslässt, hat mehr Kraft für die Zukunft. Eine einfache Methode: Stell dir vor, du schließt ein Kapitel. Es ist gelesen. Du schlägst eine neue Seite auf.

Warum Triple A so gut funktioniert Das Triple-A-Prinzip hilft nicht nur im Fußball oder Sport, sondern überall im Leben. Es bringt Ordnung in deine Gefühle, zeigt dir, was du wirklich beeinflussen kannst, und stärkt dein Vertrauen in dich selbst. Wer Niederlagen als Lernchance sieht, hat einen riesigen Vorteil gegenüber denen, die sich davon runterziehen lassen. Triple A macht aus schwierigen Momenten eine Art Trainingslager für die Persönlichkeit.

Kurz zusammengefasst

Akzeptieren: Die Niederlage annehmen, ohne sich selbst fertigzumachen.Analysieren: In Ruhe herausfinden, was passiert ist und was du daraus mitnehmen kannst.Abhaken: Loslassen, nach vorne blicken und neu starten.

Mannhard "Mücke" Bech: Gründer, Mentor & ganzheitlicher Coach im 11Coaching-Team

Mannhard "Mücke" Bech ist ehemaliger Profihandballer, Ex-Nationalspieler und Gründer des 11Coaching. Er gilt als einer der erfahrensten Nachwuchstrainer im deutschen Handball und begleitet seit vielen Jahren junge Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg in den Leistungs- und Profisport.

In seiner Arbeit verbindet er sportliche Entwicklung mit Persönlichkeitsentwicklung. Für ihn steht immer der Mensch im Mittelpunkt - mit all seinen Stärken, Fragen und individuellen Wegen. Vertrauen, klare Kommunikation und Freude am Sport sind die Basis seines Coachings.

Auf Grundlage seiner langjährigen Erfahrung als Spieler, Trainer und Camp-Leiter möchte er jungen Sportler*innen Orientierung geben, sie stärken und ihnen helfen, ihren eigenen Weg mit Mut, Leidenschaft und Spaß zu gehen - auf dem Spielfeld und im Leben.