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"Urteil ist in Ordnung": Bohmann erläutert Wiederholungsspiel der 2. Liga

kicker

Dass die 2. Handball-Bundesliga bei Dyn sogar in der Halbzeitpause des Champions-League-Halbfinals zwischen den Füchsen Berlin und dem HBC Nantes Thema ist, zeigt, wie weitreichend das Urteil ist.

In der Begegnung des 29. Spieltags am 27. April hatte TUSEM sein Heimspiel knapp mit 27:28 gegen Dessau verloren und anschließend Protest eingelegt. Nach einer Zeitstrafe in Spielminute 58:02 hätte der DRHV das Spiel in Unterzahl (mit sechs Spielern) beenden müssen. Nach einem Time-Out wenige Sekunden vor Spielende standen jedoch sieben Spieler auf dem Feld. Laut Gericht lag dadurch ein Regelverstoß von Zeitnehmer und Sekretär vor.

Wenige Tage nach dem Saisonende kam dann die Wende durch das DHB-Gericht: Das Spiel zwischen TuSEM Essen und dem Dessau-Roßlauer HV muss wiederholt werden. "Das Urteil ist in Ordnung. Es wurden bei diesem Spiel, um das es geht, Fehler gemacht von Zeitnehmer und von den Schiedsrichtern. Dagegen hat der Gegner sein Recht wahrgenommen und hat dagegen Einspruch eingelegt. Im ersten Instanz wurde der Einspruch abgelehnt, in der zweiten Instanz hat das Bundesgericht gesagt, dass das Spiel wiederholt werden muss und es wird wiederholt", erklärt Frank Bohmann bei Dyn.

Der Liga-Chef betont: "Das wird ganz sicher wiederholt und wird dann neu gewertet. Das heißt, dass der Sieg von Dessau in Essen nicht mehr zählen wird, sondern das neue Ergebnis. Dann kann es dazu kommen, dass Dessau noch absteigt. Da führt gar kein Weg dran vorbei. Das sind die Regeln, zu denen wir und auch alle anderen Klubs uns verpflichtet fühlen", so Bohmann. Ein Punkt braucht der DRHV, um sich den Klassenerhalt zu sichern.

Nun steht die 2. HBL vor einigen Herausforderungen: Die meisten Spieler sind bereits im Urlaub, einige nehmen ab Mittwoch an der U21-WM teil. Dennoch muss die Partie bis zum 30. Juni nachgeholt werden. "Es hätte ja auch am letzten Spieltag passieren können und dann muss so ein Spiel gegebenenfalls auch wiederholt werden", so Bohmann.

Der Liga-Chef schlussfolgert: "Von daher war das Verfahren am letzten Spieltag offen. Wer in den Urlaub fährt, muss ich sagen, selber schuld. Wir sind mit unserer Spielleitung gerade dabei, einen Termin zu finden. Das ist gar nicht so leicht, die Hallen und Sicherheitsdienste sind nicht drauf eingestellt. Das dauert noch ein bisschen", sagt Bohmann. Aber: "Das wird ganz, ganz sicher vor dem 30. Juni stattfinden."

Die Liga kann aus dem Urteil viel mitnehmen: "Das wichtigste Learning ist erstmal, dass wir uns an unsere Regeln halten. Was wir sicherlich verbessern müssen, ist einfach der Zeitablauf, dass wir so ein Urteil schneller bekommen", betont Bohmann.

Doch warum hat es so lange gedauert, bis das Urteil kam? "Das lag hier ausdrücklich nicht an den Richtern. Die haben schnell agiert und schnell geurteilt. Es lag daran, dass auch die beteiligten Klubs ihre Fristen maximal ausgedehnt haben. Deswegen hat es etwas länger gedauert. Da können sich höchstens die Klubs selber an die Nase fassen, aber ansonsten ist alles nach Plan gelaufen. Da kann man keinem irgendwo den schwarzen Peter hinschieben", unterstreicht Bohmann abschließend am Dyn-Mikrofon.

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