Seit mehr als zehn Jahren ist Talant Dujshebaev nun Trainer des polnischen Topklubs Industria Kielce. Der frühere Welthandballer gehört also gewissermaßen zum Inventar. Ähnlich wie seine Söhne Daniel und Alex, die den früheren Serienmeister jedoch in einem Jahr verlassen werden. Nicht wenige Fans dürften sich die Frage stellen: Geht 2026 dann auch ihr Vater?
Das ist - Stand jetzt - zumindest nicht der Plan. "Nein", sagt Talant Dujshebaev im Gespräch mit handball-world. "Unsere Familiensache hat mit dem Sportlichen nichts zu tun. Arbeit und Privates sind getrennt." Zumal der 57-Jährige ohnehin noch länger Vertrag in Kielce hat. "Ich habe bis 2027 Vertrag", bestätigt er.
Bleibt Dujshebaev tatsächlich noch zwei Jahre?
Ob er allerdings tatsächlich noch so lange bei den Polen bleibt, kann Dujshebaev nicht garantieren. Was nicht daran liegt, dass er keine Lust darauf hätte. Sondern weil er das Geschäft kennt. Kielce hatte zuletzt zweimal nacheinander die Meisterschaft verpasst und dem schärfsten Konkurrenten Wisla Plock den Vortritt lassen müssen. Danach wurde auch die Kritik am Trainer lauter.
"Jetzt haben wir wieder nicht die Liga gewonnen - und sofort fangen die Leute mit Kritik an", sagt Dujshebaev. Weshalb er sich auch nicht auf seine Vertragslaufzeit verlassen will. "Wir wissen doch alle: Du unterschreibst heute für 20 Jahre und morgen bleiben plötzlich die Ergebnisse aus - dann kann es schnell Kritik geben." Worüber er sich aber überhaupt nicht beschweren will.
"Ich meine das gar nicht negativ. So ist das Geschäft, und das ist völlig okay. Ich habe Vertrag und freue mich jetzt auf die neue Saison."