Die Brigade C, die eigentlich den TuS Ferndorf unterstützt, will dabei helfen, dass die Blau-Weißen am Ende den Klassenerhalt schaffen können. Seit Jahren verbindet beide Fanlager eine enge und innige Freundschaft - auf den Rängen, aber auch abseits des Spielfelds und die kommt nun auch im Ruhrgebiet zum Tragen.
"Der DRHV sieht sich durch die Entscheidungen des DHB in der Situation, in einem Endspiel um den Abstieg und damit um die nähere sportliche und auch finanzielle Zukunft antreten zu müssen. Ein Nachholspiel einer solchen Tragweite außerhalb des sportlichen Wettkampfes einer Saison auszutragen, einer Zeit von Urlauben, Spieler- und Trainerwechseln und Regeneration ist aus unserer Sicht nicht mit einem fairen sportlichen Wettkampf in Einklang zu bringen", kommentiert die Brigade C auf ihrer Facebookseite die Entscheidung des DHB-Bundesgerichts, die wenige Tage nach dem Saisonende getroffen wurde.
Garniert wurde das mit einer Choreographie der Brigade C mit den DRHV ZABporters aus dem letzten Duell der beiden Klubs am 11. April in der Sporthalle Kreuztal und dem Banner: "Solange unsere Fahnen wehen werden wir zusammen stehen". Unklar dürfte sein, inwieweit sich die Ferndorfer Fans dann im gewohnten Rot-Weiß oder eventuell in einem dem DRHV-nahen blau-weiß präsentieren werden. Schließlich tragen sowohl Heimteam TUSEM Essen wie auch der ebenfalls abstiegsbedrohte ASV Hamm-Westfalen als Vereinsfarben rot-weiß als Vereinsfarben.
"Ein Regelwerk, das zu einer solchen Situation führen kann wird den Spielern und Vereine in keiner Weise gerecht. Eine Entscheidung dieser Art kann jeden Verein treffen und mitunter verheerende Folgen haben", so die Fans aus dem Siegerland und betonen: "Die geltenden Regeln sind damit ein Schlag ins Gesicht für Spieler, Vereine und den fairen Wettkampf."
Zu großem Unmut führten dazu unter anderem die Äußerungen von Fank Bohmann, der am Rande des Truckscout24 Final4 der EHF Champions League in Köln erklärt hatte: "Wer in den Urlaub fährt, muss ich sagen, selber schuld." Doch auch der Ligachef hatte im Nachgang betont, dass man "diesen ganzen Prozess mit den vielen Fristen künftig optimieren" müsse.
Die Verantwortlichen hätten nach Ansicht der Fangruppe "entweder kein realistisches Bild der tatsächlichen Herausforderungen von Spielern und Vereinen" oder "dies und die Fairness im Wettkampf [hätten] einfach kein nennenswertes Gewicht in dessen Entscheidungen". Für die Brigade C steht fest: "Regeln müssen Vereine schützen und ihnen nicht schaden! Solange die Herausforderungen von Vereinen und Spieler darüber hinaus kein Gewicht in den Entscheidungen des DHB haben, muss sich jeder Verein in der Gefahr sehen, Opfer ähnlicher Entscheidungen zu werden."