Australiens Davis-Cup-Kapitän Lleyton Hewitt ist nach einer Auseinandersetzung mit einem Dopingkontrolleur für zwei Wochen gesperrt worden. Wie die International Tennis Integrity Agency (ITIA) nach der Entscheidung eines unabhängigen Schiedsgerichts am Mittwoch mitteilte, muss der frühere Weltranglistenerste zudem eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Australischer Dollar (rund 17.000 Euro) zahlen.
Wie die ITIA bekannt gab, läuft die Sperre vom 24. September bis 7. Oktober, um Hewitt nicht unangemessen zu bestrafen und ihm die Möglichkeit zu geben, Berufung einzulegen. Dies sei bisher nicht geschehen. Der 44-jährige Hewitt ist somit beim entscheidenden Duell Australiens mit Belgien am Wochenende um den Einzug in die Endrunde in Bologna dabei.
Hewitt hatte Ende November vergangenen Jahres nach dem Davis-Cup-Halbfinale gegen Italien in Malaga einen freiwilligen Anti-Doping-Helfer gestoßen, nachdem er kurz zuvor mit dem 60-Jährigen aneinandergeraten war. Der ehemalige Wimbledon- und US-Open-Sieger (2002 bzw. 2001) bestritt den Vorwurf und berief sich auf Notwehr, allerdings ohne Erfolg.
Hewitt, der meist mit nach hinten gedrehter Baseballkappe spielte, beendete seine Karriere anno 2016 nach knapp 21 Millionen Dollar an gewonnenem Preisgeld. Zwischen 2001 und 2022 war er die jüngste Nummer 1 in der Tennis-Geschichte. Dann löste ihn der Spanier Carlos Alcaraz ab, der kürzlich auch die US Open gewann.