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Brändli, eine Exotin und Durchbruch-Athletinnen prägen die bisherige Saison

kicker

Lara Colturi und die erstaunliche Konstanz

Überraschend sind die Leistungen der für Albanien startenden Italienerin nicht, die Konstanz allerdings schon. Bereits in der Vorsaison hat die 19-Jährige ihr Potenzial mit einigen tollen Resultaten angekündigt. Was sie in dieser Saison zeigt, ist aufgrund ihres jungen Alters schlichtweg Weltklasse. Die Ränge 7 und 12 in den beiden Riesenslaloms waren mehr als akzeptabel, im Slalom ist Colturi neben Shiffrin Dauergast auf dem Podest. Kaum auszudenken, wie gut Colturi sein wird, wenn sie auch den Super-G noch in ihr Repertoire aufnimmt. Dies ist früher oder später das Ziel, wie sie uns in Sölden erzählte.

Paula Moltzan und das Erreichen der Weltspitze

Auch bei der Amerikanerin sind die Qualitäten eigentlich bekannt, bisher konnte sie diese allerdings zu selten und meist nur in einer Disziplin abrufen. In dieser Saison scheint ihr das plötzlich in beiden technischen Disziplinen zu gelingen. Bei ihr gibt es scheinbar nur die volle Attacke. Ein Risiko, das in der Vergangenheit nicht immer aufgegangen ist. Man merkt aber: Bringt Moltzan ihre Läufe ins Ziel, kann sie immer um den Sieg (oder zumindest den zweiten Platz hinter Landsfrau Mikaela Shiffrin) mitfahren.

Emma Aicher und ihr erstes Slalompodest

Abfahrt, Super-G und seit dieser Saison auch Slalom. Die deutsche Allrounderin fährt Podestplätze heraus, wo es ihr gerade passt. Mit 22 Jahren zählt Aicher bereits zur Weltspitze und dürfte früher oder später auch zum erweiterten Kreis der Favoritinnen auf den Gesamtweltcup zählen. Mit Rang 3 in Levi und Rang 9 in Gurgl zeigte sie, wie schnell sie im Slalom sein kann. Ihre grosse Sorgendisziplin bleibt jedoch der Riesenslalom, wo sie in Sölden nur 28. wurde und in Copper Mountain gar den zweiten Lauf verpasst hatte.

Marion Chevrier und eine neue Bestmarke

Erst drei Rennen hat die Französin in dieser Saison absolviert. Trotzdem ist es bereits jetzt ihr bester Winter der Karriere. Die 24-Jährige brillierte in Levi mit Rang 9, was die klare Karrierebestleistung war. Chevrier zeigte jedoch, dass Levi keine Eintagsfliege war, auch in Gurgl und Copper Mountain waren ihre Leistungen mit den Rängen 15 und 20 sehr ansprechend.

Asa Ando und die zweiten Läufe als Habitat

Japanerinnen und Japaner gibt es im Weltcup immer wieder. Seit längerer Zeit zeigte sich allerdings niemand aus dem Land der aufgehenden Sonne so stark und konstant wie Ando. In allen drei Slaloms war die 29-Jährige im zweiten Lauf dabei und überraschte in Gurgl gar mit Rang 16. Besser war sie in ihrer Karriere bisher nur einmal - vor fünf Jahren mit einem 15. Rang in Semmering.

Anuk Brändli und die Bestätigung der ersten Weltcup-Punkte

Was wurde das Schweizer Slalomteam in Levi noch kritisiert? In Gurgl sah die Welt schon wieder um einiges fröhlicher aus. Dies lag natürlich auch am Podestplatz von Camille Rast, doch auch Anuk Brändli begeisterte. Mit zwei angriffigen Fahrten sicherte sie sich ihre ersten Weltcup-Punkte und bestätigte die gute Leistung eine Woche später in Copper Mountain, wo sie erneut in die Weltcup-Punkte fahren konnte.

Zita Toth und die grün-weiss-rote Euphorie

Wohl dem ein oder anderen Skifan sagt der Name Edit Miklos noch etwas. 2015 und 2016 schrieb sie mit zwei dritten Rängen in der Abfahrt ungarische Skigeschichte. Seither blieb es um die Ungaren allerdings ruhig. Mit Zita Toth tut sich nun eine neue Ungarin daran, die Magyaren wieder auf die Ski-Landkarte zu bringen. Die 23-Jährige schrieb in Levi mit Rang 25 Geschichte und holte die ersten ungarischen Weltcup-Punkte in einer technischen Disziplin überhaupt.

Julia Scheib und die rote Startnummer

Unvergessen bleibt Scheibs dritter Platz in Sölden aus der Vorsaison, als sie sich im ersten Lauf verfahren hatte und im zweiten Lauf doch noch neun Plätze gutmachte. Es folgten trotz des Podests Tränen der Enttäuschung. Diese gibt es in dieser Saison bislang nicht: Endlich ist man versucht zu sagen, schöpfte sie ihr Potenzial voll aus und gewann den Saisonauftakt in beeindruckender Manier. Durch den zweiten Platz in Copper Mountain trägt sie weiterhin die rote Startnummer als Disziplinenführende.

Lena Dürr und das Klicken in der zweitbesten Disziplin

Seit Jahren gehört Lena Dürr im Slalom zur Weltelite, kämpfte häufig mit Wendy Holdener und Katharina Liensberger um die Ehrenplätze hinter Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova. Dies ist auch in der neuen Saison mit den Rängen 4, 7 und 2 nicht anders. Was allerdings überrascht, sind ihre Leistungen im Riesenslalom. In Sölden startete sie mit Rang 14 bereits stark in die Saison, in Copper Mountain bestätigte sie den Riesen-Aufschwung mit Rang 6.

Asja Zenere und die Spuren des Idols

Nach der Pressekonferenz der Italienerinnen in Sölden verriet uns die 28-Jährige, dass Lara Gut-Behrami ihr Idol ist, sie gerne mit ihr verglichen werde. Ganz so stark ist Zenere bisher noch nicht, kann aber starke Resultate zum Saisonstart vorweisen. In Sölden errang sie den 17. Platz, in Copper Mountain realisierte sie mit Rang 9 ihr Karriere-Bestergebnis.

Nina Astner und der halbstöckige Durchbruch

Der Name Nina Astner geistert bereits seit längerer Zeit durch den Skizirkus, der grosse Sprung nach vorne gelang ihr bisher aber noch nicht. Einst sicherte sie sich für die Saison 2022/23 einen Fixstartplatz und holte sich damals fünf Weltcup-Punkte. In der vergangenen Saison gewann sie die Disziplinenwertung im Europacup, wodurch sie nun erneut mit einem Fixstartplatz antreten darf.

Diesen nutzt sie bisher: Mit den Rängen 24 und 23 sicherte sie sich bereits zehn Punkte mehr als jemals zuvor. In Sölden wäre gar noch mehr möglich gewesen, denn bei der zweiten Zwischenzeit lag die 25-Jährige noch auf Rang 8. Dann verlor sie allerdings einen Stock, der zweite ging wenig später in die Brüche. Trotzdem schaffte sie den Sprung in den zweiten Durchgang.