Anuk Brändli
Für Anuk Brändli war es ein grosser Tag, denn zum ersten Mal überhaupt gab es für die Bündnerin Weltcup-Punkte. "Ja, mega cool. Es ist cool, hat es im Weltcup geklappt und ich freue mich mega." Die 22-Jährige hat sich am Start vorgenommen, sich nicht mit ein paar Pünktchen zufriedenzugeben und immer anzugreifen.
Dies sei ihr oben gut gelungen, in der Mitte habe sie aber einen Fehler gemacht. Tatsächlich verlor im zweiten Teil mehr Zeit als alle anderen Athletinnen. "Ich muss es noch zusammensetzen, aber ich bin sehr happy." Dass ihr Resultat doch noch so gut war, lag auch daran, dass es mit der Nervosität "ganz ok" gegangen ist.
Eliane Christen
Nur ganz knapp hat es Eliane Christen in den zweiten Lauf geschafft. Sie war glücklich, dass es doch noch gereicht hat. Mit der Leistung im zweiten Lauf ist sie allerdings nicht ganz zufrieden, hat sich mehr vorgenommen, als sie zeigen konnte. Beim Übergang habe sie Glück gehabt und gar schon gedacht, das Rennen sei vorbei.
"Nachher bin ich nicht mehr reingekommen, wie ich es eigentlich wollte." Sie wollte mehr Gas geben, doch es gelang ihr nicht wie gewünscht. "Aber ja, es sind wenigstens zwei, drei Punkte, die ich mitnehmen kann und auch ein bisschen Selbstvertrauen."
Wendy Holdener
Wendy Holdener zeigte in Gurgl eine starke Leistung, wurde allerdings undankbare Fünfte. Von einem Schritt vorwärts wollte sie allerdings nicht sprechen, die Medien hätten das Resultat in Levi "ein bisschen kompliziert angeschaut". Es sei immer schwierig, am Start zu stehen und auf den Punkt Leistungen zu bringen. Beim Saisonstart können Fehler passieren.
Obwohl die Schwyzerin ihren Lauf nicht mehr genau im Kopf hatte, wusste sie, dass sie oben nach einem kleinen Fehler einmal zu spät in eine Haarnadel gekommen ist, anschliessend habe sie sich den Steilhang "herunter gekämpft". Sie hätte sich die Fahrt noch spielerischer erhofft.
Bis Copper Mountain ist Holdener nun die Erholung wichtig, bevor ein Slalomtraining folgt. Vorher geht es jedoch noch auf die Riesenslalomski. "Weiter arbeiten" gilt also für Holdener und das gesamte Team auch nach dem tollen Ergebnis.
Camille Rast
Für Rast war es bereits der zweite Podestplatz in Gurgl, wieder hinter Mikaela Shiffrin und Lara Colturi. Die Momente seien aber total anders. Nachdem 2024 ihr erster Podestplatz überhaupt war, sei eine "unglaubliche Saison" vergangen. Trotzdem ist Rast "mega stolz" auf das Ergebnis, da sie trotz der Probleme mit der Hüfte zwei gute Läufe nach unten bringen konnte.
Im Gegensatz zum ersten Durchgang war der letzte Abschnitt im zweiten Lauf deutlich besser bei Rast. Es sei aber nie einfach, zu wissen, ob man genug schnell ist und ob man genug gut fährt. "Wenn du über die Ziellinie fährst und die grüne Zeit siehst, bedeutet das, dass du einen guten Job gemacht hast."
Angesprochen auf die Dominanz von Mikaela Shiffrin meint Rast, dass es nicht unmöglich sei, die Amerikanerin zu schlagen. Schliesslich sei sie im zweiten Lauf von Levi und im ersten Lauf von Gurgl im Steilhang die schnellste Zeit gefahren. Es gäbe also Abschnitte, in denen sie mit Shiffrin mithalten kann, allerdings müsse sie nun über zwei Läufe in allen Sektoren mit der Siegerin mithalten. "Ich arbeite dran, die Saison ist noch lang."
Für Rast steht, wie fürs gesamte Slalom-Team, nun die Reise nach Nordamerika an. Diese Reise sei nicht einfach mit ihrer Hüfte, allerdings glaubt sie, dass sie nach der Rückreise nach Zürich und dem frühen Abflug vom Montag genügend müde sein wird, um zu schlafen.