"Nicht genau so, aber der erste Teil hat auf jeden Fall gestimmt", sagte Holdener beim SRF auf die Frage, ob ihr Plan genau so aufgegangen sei, wie sie sich das vorgestellt hat. Sie sei in der Mitte des Hanges eher zu weit hinten gewesen, aber es sei sicherlich ein "ganz guter" Start gewesen.
Ähnlich wie bei den Männern am Samstag sei es in den ersten Toren sehr glatt, später sei der Schnee dann aggressiv und schön zum Fahren. Im Hang sei der Schnee dann eher auf der weichen Seite, bevor im flachen Schlussabschnitt wieder das Harte herauskommt. "Es ist sicher speziell und man muss das Gefühl auspacken."
Das während der Fahrt umzustellen, gelang ihr nicht überall gleich schnell, denn dafür hätte sie höher stehen müssen. Holdener zeigt sich trotzdem zufrieden. Es hätte viel Gutes drin gehabt und sie habe eine gute Ausgangslage.
Camille Rast
Rast sah sich im Steilhang "nicht so schlecht". Oben hätte sie den Rhythmus nicht auf Anhieb gefunden und sei deswegen langsam gestartet. "Und leider auch unten im letzten Flachstück: Da war ich richtig langsam." Für den zweiten Lauf müsse sie eine Lösung finden, damit sie von oben bis unten schnell sein kann.
Im Flachstück will die Walliserin das Timing besser finden, denn es war nicht nur der Übergang ins Flachstück, der ihr misslang, sie hatte auch einen Fehler kurz vor dem Ziel. "Es sind kleine Sachen, aber hier kostet das schnell viel Zeit. Schauen wir, wie es im zweiten Lauf gesetzt ist und dann wieder Vollgas."
Eliane Christen
Nur kurz nach ihrem Lauf erschien auch Eliane Christen zum Interview. Etwas ausser Atem sagte sie: "Schon noch streng gewesen. Shiffrins Trainer hat uns schon einen schwierigen Kurs gesetzt." Sie gestand gleich ein, dass sie relativ viele Probleme gehabt hat.
Im Kopf blieb ihr die Ausfahrt aus dem Steilhang, "wo man wahrscheinlich ein bisschen mehr Tempo hätte mitnehmen können, als ich es getan habe". Im Steilhang sei es extrem kurz und drehend gewesen, weswegen man selbst Tempo habe machen müssen.
Nach 45 Fahrerinnen ist Christen auf dem 28. Rang klassiert, wodurch natürlich das Zittern weitergeht. Zufrieden ist sie mit ihrer Leistung nicht, hat sich vor allem im Steilhang mehr erhofft. Hoffnung bleibt aber auch für den zweiten Durchgang.
Anuk Brändli
"Einfach kämpfen, kämpfen, kämpfen." So fasste Brändli ihre Fahrt zusammen. Es sei eine schwierige Piste, die sicherlich etwas nachgelassen hat. "Ich habe es probiert und war noch ein bisschen wütend vom letzten Rennen. Daher passt es."
Mit ein bisschen Wut ist die Bündnerin gefahren, liegt nach 56 Fahrerinnen auf Rang 27. Es wäre für sie super, in den zweiten Lauf zu kommen. "Es ist ein schwieriger Schritt, der cool wäre, wenn ich ihn einmal machen könnte. Darum hoffen wir es."