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Berlin rockt - Gänsehaut inklusive: Die NFL muss schnell zurück in die Hauptstadt

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"The world is closing in ... and did you ever think that we could be so close, like brothers?" Als die zweite Strophe des Kultlieds "Wind of Change" von den Scorpions durch das Olympiastadion hallte, dürfte auch den letzten Skeptikern klar gewesen sein: Die NFL gehört nach Berlin!

Diese Augenblicke, als dieser historische Song lief und in dem gesamten Rund Fahnen - sei es in Rot, Gelb, Schwarz, Blau oder Weiß - wehten, waren eine für die Ewigkeit. Ein solcher Gänsehautmoment lässt sich nur sehr schwer reproduzieren.

NFL verdrängt Bundesliga-Spiel aus der Stadt

Dass es ein derart besonders Spiel werden würde, hatte sich bereits in den Tagen zuvor angedeutet. Spätestens durch die Enthüllung des XXL-Gemäldes am Savignyplatz war offensichtlich, dass die NFL gekommen war, um mächtig die Werbetrommel für den Sport zu rühren.

Das ist der US-Liga absolut gelungen: Sei es die NFL Experience am Brandenburger Tor, das große Logo auf der anderen Seite des Tors, dem großen NFL Shop in der Einkaufspassage am Potsdamer Platz oder die Teamzone der Indianapolis Colts im einstigen Sony Center. Überall war der Andrang riesig, sodass es zu langen Schlangen kam. Doch den Fans war das herzlich egal. Sie nahmen sich die Zeit, um in den Genuss des NFL-Flairs zu kommen.

Dabei ließen sie sogar vergessen, dass am Samstag mit dem FC Bayern der Rekordmeister zum Bundesliga-Spiel bei Union Berlin (dramatisches 2:2 bis in die Nachspielzeit) angereist war. Fußballtrikots suchte man an diesem Wochenende jedoch vergebens, stattdessen dominierten die Jerseys von den Kansas City Chiefs, Seattle Seahawks, New England Patriots, Indianapolis Colts und Atlanta Falcons.

Berlin auch 2026 als Stopp in der NFL?

Das war aber auch nicht verwunderlich, denn alle Teams mit Marketingrechten in Deutschland waren in der Hauptstadt vertreten. Egal, ob mit eigenen Teampubs, einer riesigen Teamzone, Watchpartys oder einer Ausstellung in der Fotografiska. "Das ist das nächste Level", hatte RTL-Experte Björn Werner bereits bei einem Medientermin am Donnerstag ein Gefühl geäußert, dass seine Heimatstadt ordentlich abliefern würde.

Ein paar Tage später nach dem Spiel - auch um etwas Abstand zu gewinnen - lässt sich festhalten, dass der frühere Profi der Cols (2013 bis 2015) damit absolut Recht behalten hatte. "Es war einfach eine phänomenale Atmosphäre für uns", schwärmte etwa Shane Steichen, Head Coach der Colts. Auch der Österreicher Bernhard Raimann wusste nicht, wohin er mit seinen Gefühlen sollte: "Die Atmosphäre war wieder verrückt wie schon vor zwei Jahren in Frankfurt. Das hier aber jetzt in der deutschen Hauptstadt zu erleben, war großartig."

Deswegen werden schon jetzt Stimmen lauter, dass das nächste Berlin Game nicht erst 2027 stattfinden soll, wie es vertraglich vereinbart ist inklusive 2029er Stippvisite. So forderte Werner bereits lautstark: "Ich habe das Gefühl, es gehört hierher und es sollte hier bleiben."

Goodell deutet Deutschland-Rückkehr an

Das dürfte bestimmt auch NFL-Commissioner Roger Goodell wahrgenommen haben. Im Vorfeld der Partie ließ sich der Football-Boss jedoch bei RTL nicht in die Karten schauen. "Ich kann das Drehbuch nicht verraten. Wir kommen mit Sicherheit zurück", schürte Goodell aber zumindest die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr.

Nach den Tagen dürfte es für ihn jedoch immer schwieriger werden, Berlin nicht zu einem dauerhaften Bestandteil des NFL-Spielplans zu machen. Und so lässt sich hoffen, dass die Worte der Scorpions bald Wahrheit werden: "The future is in the air, I can feel it everywhere ... blowing with the wind of change."

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