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Cleveland Browns vor historischem Rookie-Start

kicker

Das Trainingsgelände

Die Browns haben sich für ein Fünf-Sterne-Ressort nördlich der englischen Hauptstadt entschieden, in dem kaum ein Wunsch offenbleibt. Bereits in früheren Jahren haben sich hier Teams auf ein Spiel in London vorbereitet, allen voran Wembleys Stammgäste, die Jacksonville Jaguars. Aber auch Staatsgäste wie der amtierende US-Präsident sind bereits hier abgestiegen.

Auch diesmal wurde auf der weitläufigen Anlage - inmitten von Golfplätzen - ein Trainingsplatz eingerichtet; bei der Einheit am Freitag trainierte man mit künstlich eingespieltem Pfeiffkonzert, um die Spieler an die laute Atmosphäre in Tottenham am Sonntag zu gewöhnen.

Browns bleiben ihrer Routine treu

Über die Jahre haben sich die Teams für unterschiedliche Herangehensweisen für die Reise über den großen Teich entschieden. Während die Mannschaften vor Jahren meist früh in das Flugzeug stiegen, entscheiden sich inzwischen viele für einen möglichst kurzen Aufenthalt in Englands Hauptstadt.

Die Browns nehmen einen Mittelweg , wie Head Coach Kevin Stefanski den ungefähr 40 anwesenden Medienvertretern erklärte: "Wir hatten eine gute Trainingswoche bisher. Wir haben Mittwoch noch zuhause trainiert, sind dann gestern angereist und hatten heute einen 'normalen' Freitag. Wir wollten Montag bis Mittwoch so normal wie möglich gestalten, weil wir da den Großteil der Arbeit in einer Game Week reinstecken." Auch er lobte die Trainingsmöglichkeiten und auch den Businessaspekt des Trips, der der NFL neue Märkte erschließen soll. Im Stadion in Tottenham wird man vor Sonntag übrigens nicht trainieren - auch die Kicker nicht, wie er auf Nachfrage bestätigte.

Der Samstag soll aus der Sicht des Coaches nicht groß anders verlaufen als zuhause, wie er mit einem Lächeln erklärte: "Ich werde wahrscheinlich mehr vom Hotel hier sehen. Normalerweise ist Samstag Nachmittag eher Fernsehschauen... oder vom Fernseher angeschaut werden."

Myles Garrett heiß auf Duell

Der herausragende Pass Rusher Myles Garrrett hatte sich in der Offseason mit öffentlich vorgetragenen Wechselwünschen zu Wort gemeldet, anschließend aber doch noch einmal - für deutlich mehr Geld - bei den Browns um vier Jahre verlängert.

Den Verletzungsgerüchten erteilte er eine Absage: "Natürlich spiele ich!" Zwar waren die Browns in seinem Rookiejahr 2017 auch schon in London, damals war er allerdings noch nicht mit an Bord gewesen.

Dass ihm jetzt womöglich aufgrund von Verletzungsausfällen bei den Vikings drei Backups in der O-Line gegenüberstehen könnten, soll angeblich nichts ändern: "Ich liebe es gegen die Besten anzutreten. Aber sie haben immer noch einen der bestbezahlten Center dabei. Ich bereite mich wie sonst auch vor."

Dabei muss er am Sonntag in Tottenham auf dem speziell für die NFL angefertigten Kunstrasen antreten. Sehr zu seinem Unmut, wie er auf Nachfrage angab: "Es gibt keinen Tag, an dem wir nicht über die Oberfläche diskutieren. Ich würde lieber auf Gras spielen. Die Daten zeigen auch, dass Gras besser ist und es nicht so viele Verletzungen gibt."

Dillon Gabriel vor erstem Start

Der Drittrundenpick wurde von seinem Head Coach und seinen Mitspielern Mason Graham und Myles Garrett zuvor bereits ausführlich gelobt. Vor allem das energiegeladene Auftreten und seine ansteckend gute Laune wurden besonders hervorgehoben. Dass er seinen ersten Start in einem International Game bekommt, ist ein Novum in der NFL. Laut Head Coach Stefanski hätte dieser Fakt aber bei seinen Überlegungen keine Rolle gespielt.

Der Rookie selbst, der natürlich einen Menge Nachrichten anlässlich seiner Beförderung erhalten hatte, will erst einmal nicht viel ändern: "Ich bin schon stolz darauf. Ich hatte mich schon immer gechallenged, dass ich auch ohne einen Status ein Anführer bin. Aber die Vorbereitung gibt Selbstbewusstsein und das ist der Schlüssel. Ich versuche, das weiter zu meistern. Aber ich bin dankbar, dass ich das vor neuen Fans machen darf."