Während Head Coach Mike Tomlin, über dessen Zukunft bei den Pittsburgh Steelers spekuliert wird, sich nun in die Top Ten der meisten Regular Season Wins vorgeschoben hat, hielten auch die weiteren Partien der Week 14 einige interessante Storylines bereit. So geht die Playoff-Durststrecke der New York Jets weiter: sie warten bereits seit 2010 auf die Rückkehr in die Postseason, kein anderes Team in der NFL, NBA, NHL und MLB wartet länger.
Doch was gab es sonst an Rekord oder verrückte Zahlen? football-world hat den Überblick für den Spieltag, der bereits eine Bestmarke für Amon-Ra St. Brown bereithielt.
Starke Texans-Defense als Basis für den Erfolg
Die Houston Texans haben mit ihrem Erfolg über die Kansas City Chiefs erstmals seit 2018 wieder fünf Spiele in Folge gewonnen. Das lag nicht zuletzt an der starken Defense. So erlaubte sie Patrick Mahomes nur eine Completion Percentage von 42 Prozent, zudem leistete sich der Quarterback eine Sequenz mit zehn unvollständigen Pässen in Serie - das sind neue Tiefstwerte für ihn. Zudem gelangen den Texans drei Interceptions, so viele hat Mahomes zuletzt 2022 geworfen.
Diese Leistung untermauert damit einmal mehr die Stärke der Houston-Defense. Laut Opta Stats sind sie das erste Team der NFL-Geschichte, das in einer Saison gegen zwei ehemalige MVPs fünf Interceptions sowie zehn Sacks gesammelt und außerdem keinen Passing Touchdown erlaubt hat. Das gelang ihnen gegen Mahomes am Sonntag und gegen Josh Allen vor zwei Wochen. Da ist es wenig überraschend, dass die Texans das geringste Passer Rating von 69,8 und mit durchschnittlich 16 Punkten sowie 266,3 Total Yards die wenigsten erlauben. Mit 15 Interceptions und einer erlaubten Completion Percentage von 57,1 befinden sie sich auf Rang zwei.
Seahawks-Defense historisch gut
Auch die Defensive der Seattle Seahawks hat zuletzt ihre Qualitäten unter Beweis gestellt. In den vergangenen zwei Partien erlaubten sie lediglich neun Punkte sowie drei Third Down Conversions und erzielten acht Turnover. Damit sind sie laut Opta Stats das erste Team seit den Atlanta Falcons, denen solche Zahlen Mitte Dezember 1982 gelungen waren.
Besonders ihre Performance in der zweiten Halbzeit gegen die Atlanta Falcons war beeindruckend, mit 31:3 behielten sie die Oberhand. Damit hat Seattle bereits zum dritten Mal in dieser Saison 28 oder mehr Punkte als ihr Gegner in einer Hälfte erzielt. Zur Einordnung: Nur den Chicago Bears gelangen 1941 mehr, ihnen gelang es viermal.
Allen stellt nächsten Rekord auf
Derweil scheint Josh Allen von kaum einem Team in der NFL zu stoppen zu sein. Beim Comeback-Sieg über die Cincinnati Bengals gelangen ihm drei Passing und ein Rushing Touchdown. Damit ist er nun der erste Spieler der Historie, der in drei Spielzeiten mindestens 20 Passing und 10 Rushing Touchdowns aufgelegt hat. Allerdings könnte Jalen Hurts wieder gleich ziehen, ihm fehlen ein Passing und zwei Rushing TDs. Darüber hinaus ist Allen der erste Spieler der Geschichte, dem in einer Partie ein Passing und Rushing Touchdown mit einer Länge von mindestens 50 Yards gelungen ist.
Zudem steht der 29-Jährige seit 2023 bei 39 selbst erlaufenen Touchdowns, damit liegt er gemeinsam mit Jahmyr Gibbs, der jüngst eine andere Bestmarke aufgestellt hat, an der Spitze. Das untermauert die Stärke vom Bills-Quarterback, der bereits zum 50. Mal in seiner Karriere jeweils einen Passing und Rushing Touchdowns geschafft hat - absoluter Spitzenwert in der NFL.
Vikings mit Shutout für die Geschichtsbücher
Die Fans der Minnesota Vikings erlebten in den vergangenen zwei Wochen eine Achterbahn der Gefühle. In Week 13 gingen die Vikings noch mit 0:26 gegen die Seattle Seahawks baden, am vergangenen Sonntag gewannen sie klar mit 31:0 gegen die Washington Commanders. Das ist damit der größte Shutout, nachdem ein Team im Spiel zuvor keine Punkte erzielt hatte, in der Super-Bowl-Ära. Die Boston Patriots waren 1960 das letzte Team, was noch mehr Zähler erzielt hatte - sie gewannen mit 35:0 gegen die Los Angeles Chargers.
Für die Vikings war es zudem der drittgrößte Shutout-Erfolg der Franchise-Geschichte, zuletzt siegte man in Week 10 1980 mit 34:0 gegen die Detroit Lions noch klarer. Gleichzeitig endete eine Serie von vier Duellen, in denen Minnesota weniger als 20 Punkte erzielt hatte - zuletzt war ihnen das 2014 passiert.
Sanders zieht mit Rodgers gleich
Derweil steht Shedeur Sanders auf einer Stufe mit Aaron Rodgers. Bei der knappen Niederlage gegen die Tennessee Titans gelang dem Browns-Quarterback seine vierte Completion für 50 oder mehr Yards. Damit ist er neben Rodgers der einzige QB in diesem Jahrtausend, dem das in den ersten drei Spielen als Starter gelungen ist.
Doch damit nicht genug: Sanders ist der erste Browns-Quarterback seit 1950, der auf mindestens 300 Passing Yards sowie drei Passing Touchdowns und einem Rushing TD gekommen ist. Das hatte zuletzt Franchise-Legende Otto Graham geschafft.
Jaguars-Offense gefährlich wie seit 2007 nicht mehr
Derweil hat die Offense der Jacksonville Jaguars ihren Rhythmus gefunden. Beim deutlichen Sieg über die Indianapolis Colts erzielten sie zum sechsten Mal in Folge mindestens 25 Punkte, das war den Jaguars zuletzt 2007 gelungen. Damals zogen sie in die Playoffs ein, scheiterten in der Divisional Round aber an den New England Patriots.
Das lag nicht zuletzt an einem starken Quarterback: Trevor Lawrence brachte bei Third-Down-Situationen gegen die Colts sechs seiner acht Pässe für 123 Yards an, letzteres ist ein persönlicher Bestwert für ihn. Zudem zeigte sich Lawrence bei tiefen Pässen sehr zielsicher, er kam auf 7/15 für 175 Yards und ein TD. Nur gegen die Los Angeles Rams gelangen ihm mit 203 noch mehr Yards bei langen Würfen. Kein Wunder, dass er sich daher mehr Respekt wünscht.
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