Als hätte das Duell der Green Bay Packers bei den Dallas Cowboys nicht ohnehin schon die gesamten Schlagzeilen beherrscht. Schließlich war es die erstmalige und frühe Rückkehr von Superstar Micah Parsons, der kurz vor dem Saisonstart von Cowboys-Besitzer Jerry Jones vom Hof gejagt und an die Packers verscherbelt wurde, die ihr Glück kaum fassen konnten und Parsons mit dem Rekordvertrag ausstatteten, der ihm in Dallas nicht vergönnt war.
Und dann auch noch das: Cowboys und Packers lieferten sich einen epischen und dramatischen Schlagabtausch für die Geschichtsbücher. Das 40:40 war nicht nur das erste Remis der jungen Saison, es war auch das zweithöchste Unentschieden der NFL-Geschichte. Und noch nie zuvor gab es im Zuge eines Remis sieben Führungswechsel wie am Sonntagabend zwischen den Cowboys und den Packers.
Das Spiel von Parsons geriet da fast zur Randgeschichte, zumal er sportlich nicht den größten Einfluss hatte. Beziehungsweise lange damit wartete: Erst in der Overtime verhinderte er in unnachahmlicher Art einen eigentlich sicheren Touchdown des Gegners, als er den freien Dak Prescott kurz vor der Endzone zu Boden riss. Die Cowboys mussten sich in der Folge mit einem Field Goal zufriedengeben, das die Packers im Gegenzug mit ablaufender Uhr noch ausgleichen konnten. Ein würdiges Endergebnis eines abgefahrenen Duells.
An dessen Ende ein ziemlich unzufriedener Parsons stand. Der sagte im Anschluss auf der Pressekonferenz: "Ich will ehrlich sein, ich bin echt angefressen ("pissed off", Anm.)." Nach der Meinung des Linebackers habe vor allem die Defense seiner Packers nicht geliefert. Vielmehr sei es Quarterback Jordan Love zu verdanken, dass das Spiel nicht verloren wurde.
"Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie wir performt haben", sagte Parsons, "ich habe Jordan gesagt: Danke, dass du uns heute den Rücken freigehalten hast. Deshalb ist es so entscheidend, dass sich alle Mannschaftsteile gegenseitig unterstützen. Heute hat Jordan das gespielt, was er spielen kann, und wir haben ihn im Stich gelassen. Wir sind den Erwartungen in der Defense nicht gerecht geworden." Love überzeugte auf ganzer Linie, warf für 337 Yards und drei Touchdowns.
Parsons blieb bei seiner sportlichen Analyse und äußerte sich nicht weiter zu seinem Transfermär aus der Offseason. Ganz anders Jerry Jones. Der hatte noch eine Stichelei übrig, als er nach dem Spiel erklärte, warum sein Quarterback Prescott 2024 einen aufsehenerregenden Rekordvertrag bekam und Parsons nicht: "Es ist ganz einfach: Dak war meiner Meinung nach unverzichtbar und Micah nicht. Es sind nur Zahlen, so einfach ist das. Und das ist überhaupt nichts Persönliches. Micah hat einfach nicht die Zahlen gebracht."
Eine Aussage, die von Parsons bislang unerwidert blieb. Er und die Packers haben nun zwei Wochen Zeit, sich auszuruhen, sie gehen in die Byeweek. Die Dallas Cowboys spielen am kommenden Sonntag bei den New York Jets.
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