Macdonald lobt "Kampf und Glauben"
Head Coach Mike Macdonald stellte in seinen Aussagen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vor allem die Mentalität seiner Mannschaft heraus. Sein Team habe "genau die Art von Kampf gezeigt, die man in dieser Liga braucht", und sich auch nach dem 14:30 nicht aufgegeben. Die Seahawks hätten gewusst, dass sie Offense, Defense und Special Teams brauchen würden, um gegen diese Rams überhaupt eine Chance zu haben - und genau das sei im Schlussabschnitt zusammengekommen.
Besonders stolz wirkte Macdonald auf die Ruhe seines Teams. Trotz Turnovern, verpassten Chancen und der Dominanz der Rams über lange Strecken sei "kein Panikmoment" zu spüren gewesen. Man habe Step by Step gearbeitet, erst das Special-Teams-Big-Play von Rashid Shaheed genutzt, dann auf den nächsten Stop gesetzt und schließlich im entscheidenden Moment mutig auf zwei Punkte gespielt.
Darnold über Rollercoaster und Revanche
Quarterback Sam Darnold sprach selbst von einer "emotionalen Achterbahnfahrt". Nach seinen zwei Interceptions - eine davon tief in der Redzone - habe er gewusst, dass er "dem Team etwas zurückgeben" müsse. Besonders der Drive in der Overtime, den er mit einem Touchdown-Pass auf Jaxon Smith-Njigba und der Two-Point-Conversion auf Eric Saubert abschloss, war für ihn so etwas wie persönliche Rehabilitierung.
Darnold erinnerte daran, dass er im ersten Saisonduell gegen die Rams vier Interceptions geworfen hatte. Dass er nun denselben Gegner in einem Overtime-Krimi schlagen konnte, wertete er als "wichtigen Schritt" - sowohl für das eigene Selbstvertrauen als auch für die Wahrnehmung im Locker Room. Die Botschaft: Trotz Fehlern früh im Spiel könne man sich zurückkämpfen und am Ende den entscheidenden Wurf liefern.
Historische Aufholjagd und Special-Teams-Held Shaheed
Im Laufe des Spiels wurde schnell klar, dass es sich um eine der größten 4th-Quarter-Aufholjagden in der Seahawks-Historie handelt. Macdonald und mehrere Spieler betonten, wie wichtig dabei die Big Plays in den Special Teams waren. Shaheeds 58-Yard-Punt-Return-Touchdown sei der Moment gewesen, in dem "das Stadion wieder an uns geglaubt" habe.
Auch defensiv gab es Lob: Die Unit zwang die Rams nach deren 30:14-Führung zu mehreren schnellen Three-and-Outs und verschaffte der Offense so immer wieder kurze Felder und zusätzliche Chancen. Genau diese Kombination aus Stops, Return-Touchdown und aggressivem Playcalling brachte Seattle überhaupt erst in die Position, das Spiel noch zu drehen.
Signal für das weitere Saisonrennen
Für die Seahawks ist der Overtime-Sieg gegen einen Division-Rivalen, der davor bei 11-3 stand un den Nr.1-Seed der NFC innehatte, mehr als nur ein spektakulisches Einzelspiel. Macdonald sprach davon, dass man "in diesem vierten Viertel gesehen" habe, welche Art von Team Seattle sein könne, wenn alle drei Units zusammenlaufen - und dass man dieses Niveau nun in Richtung Playoffs konservieren müsse.
Darnold formulierte es simpler: Man habe gezeigt, "dass wir in keinem Spiel geschlagen sind, solange noch Zeit auf der Uhr ist". Genau dieses Selbstverständnis nehmen die Seahawks nun mit in die heiße Saisonphase - im Wissen, dass sie einen der Top-Gegner der NFC nach allen Regeln der Kunst und trotz zwischenzeitlicher eigener Fehler noch zu Fall gebracht haben.
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