Sein finaler Auftritt in seiner ersten NFL-Saison hatte für Cam Ward perfekt begonnen: Der Rookie führte Tennessee mit einem fehlerlosen Start übers Feld, brachte alle drei Pässe für ganze 52 Yards an und krönte den Drive mit einem eigenen Rushing Touchdown zur zwischenzeitlichen 7:0-Führung.
Beim Stretch über die Goalline fiel ihm jedoch ein Jaguars-Verteidiger unglücklich auf den Schulterbereich - genau in dem Moment, in dem Ward den Ball ins Ziel gedrückt hatte.
Kurz darauf folgte der Gang in die Kabine zur genaueren Untersuchung - und wenig später eben die Gewissheit, dass der bislang stets gesunde Rookie seine Saison nicht mit einem kompletten Einsatz beim 17. Spiel beenden würde. Die Schulter spielte nicht mit.
Beeindruckende Serie gerissen
Denn in der Tat hatte Ward bis zu diesem Zeitpunkt als einziger QB der gesamten Liga jeden einzelnen Offense-Snap der Titans gespielt (951 an der Zahl) - ausgerechnet im letzten Regular-Season-Spiel riss diese Serie nun.
Für den 23-jährigen First Overall Pick im NFL Draft 2026 übernahm der deutlich ältere Brandon Allen (33), ein erfahrener Backup, der 2016 gedraftet worden war und zuvor unter anderem für Jaguars, Rams, Broncos, Bengals und 49ers gespielt hatte. Bis er eben 2025 nach Tennessee kam und dort auch wieder mit seinem früheren Offensive Coordinator Brian Callahan (inzwischen entlassen) zusammenfand.
Sportlich kam der Ausfall zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorzeichen für beide AFC-South-Teams kaum unterschiedlicher hätten sein können: Die Titans (3-13) waren längst aus dem Postseason-Rennen ausgeschieden, während die Jaguars mit 12-4 noch um den Divisionstitel im Fernduell mit den Houston Texans sowie um den Top Seed der gesamten AFC kämpften.
Was derweil noch unklar ist? Die Schwere der Schulterverletzung, eine baldige Diagnose ist aber zu erwarten. Titans-Hoffnungsträger Ward, der auf Jahre hinaus der Franchise Quarterback in Nashville sein und das Team zu Playoff-Erfolgen führen soll, hat sein erstes NFL-Jahr mit den Werten von 3169 Passing Yards, 159 Rushing Yards, 15 Passing Touchdowns und sieben Interceptions. Alles in allem ordentlich für eine Mannschaft, bei der an vielen Stellschrauben noch gedreht werden muss - auch an der nach einem neuen Head Coach eben.
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