Vor dem Super Bowl LX zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks sorgt Tom Brady für Aufsehen: Er bekennt sich nicht öffentlich zu seinem ehemaligen Arbeitgeber! Nach einer Welle an Kritik zeigt er nun doch seinen Support für die Pats.
Am Freitag der Super-Bowl-Week machte Tom Brady in seiner Instagram-Story klar, welchem Team er den Sieg im 60. Super Bowl gönnt, nachdem er sich zu Beginn der Woche zögerlich und neutral gab. In der Story schrieb Brady: "Ich stehe hinter dir, RKK. Hol' dir den siebten Ring, damit wir zusammenpassen."
Tom Brady, der als bester Quarterback aller Zeiten gilt, spricht in seiner Instagram-Story mit diesen Worten den Owner der Patriots an. Dieser ist Robert Kenneth Kraft, kurz geschrieben "RKK". Brady gewann zu seiner Zeit als Spieler insgesamt sieben Super Bowls. Robert Kraft hat mit ihm als QB sechs davon geholt und versucht nun im Super Bowl LX gegen die Seattle Seahawks mit dem GOAT gleichzuziehen.
Gegenüber Jim Gray im Let's Go Podcast lobte Brady die neue Kultur in New England: "In Bezug auf die Patriots: Es ist ein neues Kapitel in New England und ich bin stolz, dass jeder das System von Mike Vrabel angenommen hat, all die großartigen Spieler, die so hart daran gearbeitet haben, ihren Klub in diese Position zu bringen. Wir haben das 20 Jahre lang gemacht. Es war eine kleine Pause dabei, doch die Patriots sind zurück und es ist eine sehr aufregende Zeit für jeden in New England."
Die Rolle rückwärts kommt für einige Fans und ehemalige Spieler überraschend, da er zu Beginn der Woche mit einer ungewohnt neutralen Antwort auf die Frage, für wen er im Super Bowl sei, viele davon verärgert hat.
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Bei Jim Gray im Let's Go Podcast sorgte Tom Brady zu Beginn der Woche mit dieser Aussage für Aufruhr: "Ich habe keinen Hund in diesem Kampf. Möge das bessere Team gewinnen." Diese Feststellung sorgte für Verärgerung in der Fanbase, da der QB insgesamt 20 Jahre lang für die Franchise aus Massachusetts auflief und dafür in dieser Saison für seine Leistungen mit einer Statue vor dem Stadion der Pats gewürdigt wurde.
Auch manche ehemaligen Teamkollegen reagierten verwirrt auf die Meinung von Brady. Vince Wilfork nannte sie "Bullcrap" und Asante Samuel wendete sich an die Fans, ob die Unterstützung für die Pats nicht doch zu spät komme: "Was denkt Ihr... Tom Brady hat die Message erreicht und er hat die Dummheit korrigiert. Vergeben wir ihm?"
Auch sein Freund und ehemaliger Tight End Rob Gronkowski meinte, dass Brady "Hintergedanken" habe. Diese könnten davon kommen, dass Tom Brady ein Minderheitseigentümer bei den Las Vegas Raiders ist. Durch diese Rolle darf der Ex-Spieler, der nebenbei für Fox Sports die NFL-Spiele als Experte kommentiert, sich eigentlich nicht öffentlich über andere Teamzugehörigkeiten oder fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen äußern.