Als die Dallas Cowboys im August den Trade von Micah Parsons und Defensive Tackle Kenny Clark zu den Green Bay Packers abschlossen, galt der Deal als sportlich und finanziell spektakulär. Nun wird bekannt: Die Vereinbarung enthielt eine vertragliche Klausel, die den Packers massive Konsequenzen auferlegen würde, sollten sie Parsons an ein Team aus der NFC East weitergeben.
Konkret würde Green Bay in diesem Fall seinen First-Round-Pick 2028 an die Cowboys verlieren. Die Regelung gilt laut ESPN für die Saisons 2025 und 2026.
Ziel: Blockade eines Trades zu den Eagles
Die Philadelphia Eagles hatten im Sommer intensiv versucht, Parsons zu verpflichten. Da der Pass Rusher aus Pennsylvania stammt und an der Penn State zum College-Star wurde, wäre ein Wechsel an die Ostküste eine sportlich und persönlich passende Option gewesen.
Dallas wollte jedoch einen Wechsel innerhalb der Division verhindern. Die eingebaute Sperrklausel soll genau das nun auch weiterhin absichern. Bereits 2008 bauten die Packers ein ähnliches Detail im Trade von Brett Favre zu den New York Jets ein. Ziel war damals, Favre von einem Wechsel zu einem Rivalen der NFC North - insbesondere den Minnesota Vikings - abzuhalten.
Neben Parsons betrifft die Klausel auch Clark, der Teil desselben Trades war. Sollten die Dallas Cowboys Clark in den kommenden beiden Jahren an ein Team aus der NFC North abgeben, müssten sie im Gegenzug ihren Erstrundenpick 2028 an die Green Bay Packers übertragen.
Parsons zählt mit 6,5 Sacks in acht Spielen zu den Leistungsträgern der Packers-Defense, die ligaweit zu den stärksten Einheiten gehört. Green Bay steht vor dem Duell mit Philadelphia bei 5-2-1, die Eagles bei 6-2. Ein Wechsel nach Philadelphia wäre frühestens 2027 möglich - und auch dann nur, wenn Green Bay einen Trade überhaupt in Betracht zieht.