Auch in dieser Spielzeit der NFL beklagen die San Francisco 49ers eine Unmenge an Verletzungen - mitunter ein Grund, weswegen der Super-Bowl-Sieg einfach nicht gelingen will. Sowohl der Trainerstab als auch die Verantwortlichen der Niners wollen der Ursache auf den Grund gehen. Superstar-Tight-End George Kittle bekräftigt nun die Bemühungen.
Mit dem Bau und Umzug aus dem Candlestick Park in San Francisco ins Levi's Stadium in Santa Clara ist auch die Trainingsstätte der 49ers vor 10 Jahren umgezogen. Diese befindet sich neben einem elektrischen Umspannwerk. Besonders seitdem ist erkennbar, dass die kalifornische Franchise mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hat. Nach einer Ursache wird gesucht - und es rückt immer mehr das Umspannwerk neben dem Trainingsplatz in den Fokus der Spieler und Trainer.
George Kittle, Tight End bei den Niners, bekräftigt nun die Forderung nach Untersuchungen. Er wurde in der Super-Bowl-Week von Jordan Rose von Complex auf die Thematik angesprochen. Seine Antwort lautete: "Also ich denke, alles was wir sagen ist, als Spieler, dass wir es uns einfach ansehen sollten. Lasst uns einfach sicher gehen, dass es nicht problematisch ist. Das befürworte ich einfach. Sie sagen 'Hey, das beeinträchtigt euch nicht' und dann untersuchen sie es und wenn sie dann sagen 'Alles ist gut, es ist nichts', dann glaube ich nicht, dass wir weiter darüber nachdenken werden."
Kittle ergänzte dazu: "Einer meiner Teamkollegen hat es richtig gut gesagt, Kyle Juszczyk, unser Fullback. Er hat gesagt 'Als professioneller Athlet möchtest du immer ein Prozent besser werden. Zum Beispiel, ist dieses Eisbad, ist diese Reha-Methode, ist diese Rotlicht-Therapie, macht sie mich ein Prozent besser?' Weil dann kannst du alles zusammen machen und sagen 'Hey, du bist drei Prozent besser als der andere Typ'.
Der Tight End möchte daher auch wissen, wenn ihn etwas schlechter macht - wie möglicherweise das Umspannwerk: "Wenn dich etwas um 0,25 Prozent negativ beeinflusst, dann möchtest du das wissen. Wie beispielsweise, wenn mir der Schuh drückt, oder die Schulter-Pads, oder wenn es so ist, dass sie mein Verletzungsrisiko erhöhen. Dann willst du das ändern."
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Den Spielern, Trainern und Verantwortlichen ist eine Theorie zu Ohren gekommen, welche die Verletzungsmisere der Franchise erklären könnte: Um das Umspannwerk entsteht ein Magnetfeld, welches die Gesundheit der Spieler beeinträchtigen könnte. Offiziell meint der Hauptarzt der NFL, Dr. Allen Sills, dass es keinen Beweis für eine solche Wechselwirkung gebe, die Liga aber "offen für alles" ist, um die Gesundheit der Athleten zu wahren.
Es gibt diese Diskussionen, da die 49ers seit Jahren von Verletzungen geplagt werden. Allein in dieser Saison fiel beinahe jeder Spieler im Kader aus. Allem voran gehen Fred Warner mit einem Knöchelbruch, Nick Bosa mit einem Kreuzbandriss, George Kittle, der die gesamte Saison an einer Oberschenkelmuskelverletzung und einer Knöchelverstauchung laboriert hat, sich obendrauf letztendlich seine Achillessehne gerissen hat und Brock Purdy, der die halbe Spielzeit aufgrund eines Turf Toes ausgefallen ist.
Auch in den vergangenen Jahren fielen einige Stützen der Niners wegen schwerer Verletzungen aus: Jimmy Garoppolo riss sich das Kreuzband, Brandon Aiyuk und Nick Bosa ebenso. Running Back Christian McCaffrey ließ sich letztes Jahr sogar in Deutschland behandeln, da er an einer beidseitigen Achillessehnenentzündung litt.
Der Anspruch der San Francisco 49ers ist jedes Jahr sehr hoch: Es soll der Super Bowl zum sechsten Mal in der Franchise Geschichte geholt werden. Mit den häufigen Verletzungen ist dieses Ziel aber kaum erreichbar. Daher sucht die Franchise aus Kalifornien nach Antworten auf die Ursache - auch wenn diese kurios sein mag.